Eine alternde Gesellschaft, dringender Personalbedarf und Überlastung in der Pflege: Aus dem Notstand der Pandemie müssen wir für den absehbaren Pflegenotstand die richtigen Schlüsse ziehen, fordert Anna Daimler, Generalsekretärin der Gewerkschaft vida.
Schlagwort – Pflege
Warum eigentlich? Episode 16: Sara Hassan im Gespräch mit der Aktivistin Flavia Matei
Sehr viele Menschen wünschen sich, dass sie zu Hause altern und auch sterben können. Doch das ist nicht immer so einfach. Viel zu häufig fehlt dafür die nötige Unterstützung und auch die finanzielle Absicherung der pflegenden Angehörigen.
Nun soll es also reformiert werden, das Pflegesystem. Die Frage ist nur: Wie? Kanzler Sebastian Kurz lässt noch offen, ob er für eine Pflegeversicherung, eine Steuerzweckwidmung oder eine Finanzierung über das Budget ist. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein lädt zu einem Pflegeforum, wo über die Zukunft des Pflegeberufs diskutiert werden soll. Arbeit & Wirtschaft hat sich angesehen, in welchen Bereichen es dringenden Handlungsbedarf gibt.
Kranke Menschen pflegen, einiges an Stress und viel Papierkram: Das gehört zum Alltag als Krankenschwester. Wie geht man damit um und was zählt beim Job? Udo Seelhofer und Sandra Knopp haben Einblick in den Arbeitsalltag in einem Hospiz und in einem Spital bekommen.
Pflege ist mehr als eine strikte Abfolge mechanischer Arbeitsschritte. Im Zentrum sollte das Wohlergehen pflegebedürftiger Menschen stehen. Doch Personalmangel, Überbelastung und eine falsche Ausrichtung werfen vor allem die Frage auf: Bleibt der menschliche Aspekt der Pflege immer mehr auf der Strecke?
„Pflegeversicherung“ klingt erst einmal super. Warum trotzdem einiges dagegenspricht, Pflege und Betreuung über eine Versicherung zu finanzieren.
Gibt es würdevolles Altern, wenn Pflegepersonal sich nicht die nötige Zeit für die Betreuung nehmen kann? Wie ist es wirklich, wenn man im Alter auf fremde Hilfe angewiesen ist? Fragen, die in unserer Gesellschaft nicht gerne gestellt werden.
Unattraktive Arbeitsbedingungen, hohe Belastung, schlechte Bezahlung, wenig Anerkennung und kaum Zeit für die eigentliche Betreuung pflegebedürftiger Menschen – kein Wunder, dass es immer weniger Fachkräfte in die Langzeitpflege zieht. Zeitgemäße Rahmenbedingungen sind längst überfällig.
Rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden in Österreich von Angehörigen gepflegt. Doch geburtenschwache Jahrgänge und veränderte Lebensweisen – immer mehr Menschen leben alleine – bringen dieses Pflegesystem ins Wanken. WIFO-Pflegeexpertin Ulrike Famira-Mühlberger im Interview.