Aus der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 haben wir praktisch nichts gelernt. Wollen wir jetzt zurück zum Status Quo vor der Pandemie – oder unsere Gesellschaft auf anderen, gesunden Grundlagen neu organisieren? Ein Kommentar von Wirtschaftsanwalt Leopold Specht.
Thema – Allgemein
„Übersterblichkeit“, Sterben „mit Corona“ und nicht an Corona, und „eigentlich ist die Krankheit nicht so gefährlich“: Autor Robert Misik rechnet mit einigen Argumentationen dieser Tage ab.
600.000 Menschen in Österreich sind wegen der Corona-Krise auf Kurzarbeit, fast 200.000 haben ihren Job verloren. In welcher von beiden AMS-Schienen man landet, hängt allein vom Arbeitgeber ab. Und davon, wie zuversichtlich oder hoffnungslos er in seine wirtschaftliche Zukunft blickt. Nebenbei häufen sich erste Hinweise auf Förderbetrug. Versuchen Unternehmen etwa das System auszunützen?
Eine neue Phrase geistert herum: die „neue Normalität“ mit dem Subtext „an die wir uns besser gewöhnen“. Das ist aus mehreren Gründen problematisch, analysiert Politikwissenschafterin Natascha Strobl.
Die Arbeitenden in den strukturrelevanten Berufen müssen jetzt am meisten leisten. Und es ist zu befürchten, dass genau sie auch diejenigen sein werden, die nach der Krise ordentlich zur Kasse gebeten werden... Autorin Veronika Bohrn Mena stellt eine wichtige Frage.