Podcast: Warum eigentlich?

Podcast: Sara Hassan und Michaela Moser

Im Podcast Warum eigentlich? spricht Sara Hassan mit Expertinnen und Experten über Themen aus den Bereichen Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik, Umwelt, Europa und Mitbestimmung. Gemeinsam suchen sie Antworten auf Fragen, die uns heute bewegen:

  • Warum eigentlich schafft die Wirtschaft derart viele prekäre Jobs und wer profitiert davon?
  • Warum eigentlich ist Reichtum heute so ungleich verteilt wie schon seit 100 Jahren nicht mehr?
  • Warum eigentlich brauchen wir einen Sozialstaat, was leistet er und wer finanziert ihn?
  • Und viele Fragen mehr!

Unser Podcast wird gemeinsam von Magazin und Blog Arbeit&Wirtschaft produziert und gestaltet.

Host

Sara Hassan (27) ist Podcasterin, freie Journalistin, Autorin und Co-Organisatorin des “Momentum”-Kongresses. Unter anderem hat Sara im Europäischen Parlament als politische Referentin gearbeitetet und war als Menschenrechtsaktivistin tätig.

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Warum eigentlich entscheiden oft so wenige über die Vielen?
Sara Hassan im Gespräch mit Inklusionsexpertin Michaela Moser


Mitreden, mitmachen, mitbestimmen! Demokratische Beteiligung, das sieht im klassischen Fall oft so aus: Einmal alle paar Jahre wählen, sein Kreuz setzen, und das war’s dann eigentlich auch schon wieder. Ist da wirklich nicht mehr drin, wenn es um das Mitentscheiden geht?

Von der Covid- bis zur Klimakrise nehmen viele Entwicklungen in unserer Gesellschaft gerade Fahrt auf, extrem vieles verändert sich – weniger aber, wenn es darum geht, unsere Stimme abzugeben und auszudrücken, wie wir zu neuen Entwicklungen und alten Zuständen stehen.

Wie werden Krisen genutzt, um demokratisches Mitspracherecht zu beschneiden? Warum brauchen gute Teilhabeprozesse oft lange und wie passt das zusammen mit gewissen Typen in Machtpositionen, die eigentlich nicht mehr Menschen am Verhandlungstisch haben wollen? Woher kommt die Vorstellung, dass schnelle Entscheidungen irgendwie die besseren wären und was bleibt dabei oft auf der Strecke? Wie können im Ausnahmezustand autoritäre Phantasien durchgeboxt werden und warum ist „Schnell-Schnell“ oft nicht das richtige, wenn es um echte Teilhabe geht?

Warum eigentlich entscheiden oft so wenige über die Vielen? Welche Methoden sind vorstellbar, um auf große Gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren und sich einzubringen? Welche anderen Formen der Mitbestimmung gibt es, wie können wir gemeinsam teilhaben und Gesellschaft mitgestalten? Gibt es nicht jetzt schon mehr und genauere Abstimmungsmöglichkeiten und kollektive Entscheidungsformen und wie sehen diese genau aus? Wie können mehr Menschen mitreden und sich organisieren?

Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit Inklusionsexpertin Michaela Moser.

Warum eigentlich kümmert niemand die 24-Stunden-Pflege?
Sara Hassan im Gespräch mit der Aktivistin Flavia Matei


Keine Pause, kein Geld, keine Rechte. Das ist die bittere Realität für 24-Stunden-Personenbetreuer*innen.

In der Krise wurden sie beklatscht, in der Realität weiter ausgebeutet und alleingelassen. Die 24-Stunden-Pflege ist ein Knochenjob. Scheinselbstständig, abhängig und oft ohne jegliche Vertretung – so sieht das Leben für die Frauen aus, die das System am laufen halten. Unter hohen gesundheitlichen Risiken, ohne Pausen und ohne die Möglichkeit nachhause zu fahren, haben die Betreuer*innen die Last der Krise geschultert.

Corona hat ein Schlaglicht darauf geworfen, wie notwendig die Arbeitskraft von migrantischen Personenbetreuer*innen ist: Denn ohne sie drohte das System völlig in sich zusammenzubrechen. Um die Situation der Pfleger*innen selbst kümmert man sich heute aber nicht.

Wie sieht deren Leben aus, wie belastend ist diese Arbeit, wieviel Ausbeutung und wie wenig Unterstützung gibt es? Wo sind die Rechte für jene, ohne die es einfach wirklich nicht geht? Wo bleibt die Wertschätzung für die Frauen, die das Pflegesystem in Österreich erhalten?

Die Krise legt all diese Missstände frei – und zeigt allen, wie unentbehrlich Pfleger*innen für den Erhalt des Systems sind. Wie beginnen Betreuer*innen jetzt sich selbst zu organisieren und warum eigentlich werden dann die Menschen in diese Berufen nicht endlich angemessen bezahlt?

Darüber und viel mehr spricht Autorin und Journalistin Sara Hassan mit der Aktivistin Flavia Matei.

Warum eigentlich bedeutet Recht nicht immer Gerechtigkeit?
Sara Hassan im Gespräch mit dem Richter Oliver Scheiber


Recht und Gerechtigkeit – das ist nicht immer ein und dasselbe. Für wen ist das Recht auch wirklich rechtens? Welche Verbrechen werden ins Visier genommen und verfolgt und wo wird oft einfach weggeschaut?

Warum eigentlich werden oft kleine Regelverstöße hart bestraft und bei Wirtschaftskriminalität beide Augen zugedrückt? Wann ist ein Rechtssystem fair? Was macht systematische Ungerechtigkeit mit einer Gesellschaft? Wer macht überhaupt das Recht und wer schafft Gerechtigkeit? Wie weit darf man das Recht hinterfragen?

Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit dem Richter und Autor Oliver Scheiber.

Warum eigentlich schließt unser Schulsystem so viele aus?
Sara Hassan im Gespräch mit Melisa Erkurt


Bilden, ausbilden, ausschließen? Gesellschaften verändern sich ständig. Aber wie reagiert unser Schulsystem darauf?

Werden mit dem Wirbel um „Brennpunktschulen“ vielleicht die eigentlichen Probleme außer Acht gelassen? Welche Strategien müssen Kinder anwenden, um durch ein Schulsystem zu kommen, das nicht für sie gemacht ist?

Welche Vorurteile tragen dazu bei, dass manche Kinder keine Chancen bekommen und wie wirkt sich das später aus? Wie anders kann Unterricht auch ablaufen? Warum eigentlich entwickelt sich das Schulsystem in Österreich so langsam?

Wieviel Klasse steckt immer noch in unserem Bildungssystem? Wie neutral oder politisch sind Lehrpersonen? Welche Machtverhältnisse herrschen und was passiert, wenn die Verhältnisse mal umgedreht werden?

Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit der Journalistin und ehemaligen Lehrerin Melisa Erkurt.

Warum eigentlich wird das Prestige von Sprachen unterschiedlich bewertet?
Sara Hassan im Gespräch mit dem Sprachtherapeuten Ali Dönmez


Sprichst du mehrere Sprachen? Und hast du dir schon einmal die Frage gestellt, wer etwas sagen darf, wer etwas zu sagen hat und wer zum Schweigen gebracht wird?

Sprechen, schweigen, strafen  – wessen Sprache wird als wertvoll betrachtet und wer wird abgewertet? Was versteht man unter Sprachprestige? Was hat Sprache mit Macht zu tun?

Warum eigentlich gibt es Sprachverbote und die Normvorstellung der Einsprachigkeit? Darüber und noch vieles mehr spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit dem Sprachtherapeuten Ali Dönmez.

Warum eigentlich brauchen wir auch in einer Krise Grundrechte?
Sara Hassan im Gespräch mit Juristin und Datenschutzexpertin Angelika Adensamer


Covid-Krise, Kontrolle, Kriminalisierung: Wir alle stecken mitten in einer Krise, die gerade alles ändert – und zwar vielleicht auf viel länger als gedacht. Immer wieder hören wir von einer „neuen Normalität“ – und die kann die Einschränkung vieler unsere Freiheitsrechte bedeuten, und zwar auf unabsehbare Zeit.

Wie kann die Krise zum Abbau von Grundrechten genutzt werden und inmitten einer allgemeinen Panik die Überwachung einer ganzen Gesellschaft geschaffen werden? Welche Risiken birgt die Krise, wie schnell können Staaten autoritär werden und wie gefährlich wird es, wenn sich alle einen Ausnahmezustand gewöhnen, der nie endet?

Warum eigentlich muss Gesundheit gegen Datenschutz ausgespielt werden?

Wozu führt die allgemeine Verwirrung, was denn jetzt verboten und was erlaubt ist?
Und was dürfen wir jetzt eigentlich wirklich?

Darüber und viel mehr diskutiert Journalistin Sara Hassan mit der Juristin und Datenschutzexpertin Angelika Adensamer.

Warum eigentlich gehört die Stadt nicht allen, die darin leben?
Sara Hassan im Gespräch mit Stadtsoziologin Mara Verlič


Wohnen, leben, Raum einnehmen?

Die erste Folge aus der Quarantäne, diesmal per Telefon, weil wir euch weiter mit neuem Podcast-Content versorgen wollen.

In dieser Folge dreht sich alles um die Frage: Wem gehört die Stadt?
Denen, die drin wohnen, oder vor allem jenen, die bezahlen? Wer darf sich Raum nehmen und wer wird verdrängt? Wer hat alle Rechte und bekommt am meisten Platz?

Wen treffen Essverbote in der U-Bahn? Wer kommt selbstverständlich zum Zug, während die anderen immer weiter an die Ränder der Stadt gedrängt werden? Wer darf wo essen, trinken und verweilen und wem wird dieses Recht entzogen?

Warum eigentlich verändern sich manche Stadtviertel schneller als andere – und auf wessen Kosten geht das? Darüber und viel mehr spricht Journalistin und Mensch im Spätkapitalismus Sara Hassan mit der Stadtsoziologin Mara Verlič.

Warum eigentlich soll in einem der besten Gesundheitssysteme der Welt gekürzt werden?
Sara Hassan im Gespräch mit Sozialversicherungsexperte Florian Burger


Versichert, vertreten, verkauft? Unsere Krankenversicherung ist gerade massiv umgebaut worden – was hat es damit eigentlich auf sich, und was bedeutet das für Dich?

Die Zusammenlegung der Krankenkassen sollte angeblich Einsparungen bringen – aber jetzt schon zeichnet sich ab, dass viel eher das Gegenteil der fall sein wird.Welche Folgen hat das für uns Versicherte? Wer verliert dabei? Und umgekehrt: Wem bringt das etwas? Und warum eigentlich soll in einem der besten Gesundheitssysteme der Welt gekürzt werden?

Darüber, wer heute die Macht und Kontrolle über die Krankenkassen hat, und vieles mehr spricht Journalistin Sara Hassan mit Florian Burger, Abteilung Sozialversicherungen der Arbeiterkammer Wien.

Warum eigentlich brauchen wir mehr Aktivismus?
Sara Hassan im Gespräch mit Maria Mayrhofer


Fühlst du dich politisch gut genug vertreten? Setzt du dich für deine Anliegen ein – online und auch auf der Straße?

Laut werden, aufstehen, protestieren – viele Menschen wollen sich für eine andere Gesellschaft einsetzen und selbst aktiv werden.

Warum eigentlich ist es wichtig, für Gerechtigkeit einzutreten? Wie kannst du dich mit anderen Menschen zusammentun und gemeinsam etwas bewegen? Was bringt es eigentlich, eine Petition zu unterschreiben und wie funktioniert politischer Aktivismus in Österreich?

Welche Möglichkeiten es gibt, in Österreich politisch aktiv zu werden, Teil einer Bewegung zu werden und die Zivilgesellschaft zu stärken – darüber spricht Journalistin und Autorin Sara Hassan mit Maria Mayrhofer, Geschäftsführerin der Plattform #aufstehn.

Warum eigentlich sind wir die Generation Burnout?
Sara Hassan im Gespräch mit Ali Mahlodji


Erster Job, neuer Job, Traumjob – ob du gerade erst angefangen hast zu arbeiten oder etwas Neues suchst: Du stehst mitten in einer Arbeitswelt, in der sich gerade alles stark verändert.

Das kann Angst machen, aber auch Freiräume schaffen – denn den Arbeitsmarkt, auf dem die Regeln der Elterngeneration gelten, gibt es immer weniger. Viele junge Menschen sehen nicht mehr ein, warum sie sich in ein altes System pressen sollen, das für sie vielleicht nicht mehr viel Sinn ergibt.

Die stellen sich die Fragen: Wie finde ich mich hier zurecht? Wie finde ich überhaupt heraus, was ich machen will und worin ich so richtig gut bin? Woran erkenne ich, ob ein Job der richtige für mich ist? Und: Warum eigentlich sollte ich mich für einen Job ausbrennen und bis zur Pension warten, um mein Leben genießen zu können?

Ali Mahlodji ist Gründer der Berufsorientierungsplattform Whatchado, EU-Jugendbotschafter, Refugee und Schulabbrecher. Nach über 40 Jobs, von der Putzhilfe zum Manager bis hin zum Lehrer, hat Ali mit Whatchado ein Handbuch der Lebensgeschichten erstellt.

Journalistin und Autorin Sara Hassan spricht mit Ali Mahlodji über die „Generation Burnout“, wie man sich auf einem Arbeitsmarkt zurechtfindet, auf dem neue Spielregeln gelten, dass zehn Stunden im Büro sitzen jede Kreativität kaputt macht und wie BerufseinsteigerInnen herausfinden können, was sie wirklich wollen.

Warum eigentlich gibt es prekäre Arbeit?
Sara Hassan im Gespräch mit Gewerkschafterin Veronika Bohrn Mena


Kennst du das auch? Du arbeitest und arbeitest und arbeitest und trotzdem schaut es am Ende des Monats düster aus auf deinem Konto? Dann stehst du definitiv nicht alleine da!

Dubiose Vertragsverhältnisse, unbezahlte Praktika, Jonglieren mehrerer Projekte, um sich irgendwie durchzuschlagen: Ein Drittel aller Erwerbstätigen in Österreich ist atypisch beschäftigt bzw. hat instabile Jobs. Das Prekariat ist also längst keine Randerscheinung mehr. Prekär beschäftigt zu sein bedeutet eine gewisse Unsicherheit – in Bezug auf die Bezahlung, auf die Dauer und Kontinuität des Dienstverhältnisses und/oder auf die Sozialversicherung.

Darf es wirklich so schwer sein, einen stabilen Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektive zu finden? Wie kommt es überhaupt, dass unsere Arbeitswelt so unsicher geworden ist? Warum eigentlich sind heutzutage so viele Jobs prekär?

Journalistin und Autorin Sara Hassan im Gespräch mit Veronika Bohrn Mena, Gewerkschafterin und Autorin des Buches „Die neue ArbeiterInnenklasse – Menschen in prekären Verhältnissen“.

Warum eigentlich wird Politik gegen Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut gemacht?
Sara Hassan im Gespräch mit Solzialexpertin Judith Pühringer


Warst du schon einmal arbeitslos? Hast du Berührungspunkte mit Armut, weil du selbst, Familienmitglieder oder Personen im Freundes- bzw. Bekanntenkreis davon betroffen waren oder sind?

Das Wichtigste zuerst: Armut ist nicht selbst verschuldet, sondern ein strukturelles Problem. Menschen wollen arbeiten und beschäftigt sein, sich beteiligen und etwas einbringen. Die politischen Debatte dreht sich jedoch oft um Stigmatisierungen: Arbeitslose Menschen werden verdächtigt, faul zu sein, sich nicht genug zu bemühen, anderen auf der Tasche zu liegen, disziplinlos und selbst verantwortlich für ihr Schicksal zu sein.

Armut ist ein Mangel an Möglichkeiten und Chancen. Und Armut hat viele Gesichter – sie zieht sich quer durch alle Bevölkerungsschichten und Ausbildungsniveaus. Denn Armut oder Arbeitslosigkeit haben die unterschiedlichsten Ursachen: prekäre Beschäftigung, unsichere Jobs, geringes Einkommen, aber auch gesundheitliche Probleme, die zu einem Jobverlust führen können.

Armut ist keine Charakterschwäche, sie kann alle Menschen treffen. Warum eigentlich wird Armut trotzdem so häufig als individuelle Schuldfrage betrachtet?

Journalistin und Autorin Sara Hassan im Gespräch mit Judith Pühringer, Sozialexpertin und Geschäftsführerin von arbeit plus.

Episode 5: Warum eigentlich muss das Leben ein Wettbewerb sein?
Sara Hassan im Gespräch mit Soziologin Laura Wiesböck


Hast du manchmal das Gefühl, dass alles in deinem Leben ein Wettbewerb ist? Steht du auch immer wieder vor Situationen, in denen du dich beweisen musst?

Ausbildung, Beruf und auch Freizeit – die Prinzipien des Wettbewerbs haben sich seit den 1990er-Jahren auf alle Bereiche unseres Lebens ausgebreitet. Im Vordergrund steht der Leistungsgedanke mit dem Ziel, unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit stetig zu erhöhen. Doch das löst vor allem eines aus: enormen Druck.

Wir werden von dem Irrglauben getrieben, dass unsere Leistung unsere Position in der Gesellschaft bestimmt. Wenn jemand nicht erfolgreich ist, wird das als persönliches Scheitern betrachtet. Warum eigentlich wird nicht gesehen, dass unsere Lebenschancen noch von vielen anderen Faktoren abhängen und auch durch Ungleichheitsstrukturen beeinflusst werden?

Journalistin und Autorin Sara Hassan im Gespräch mit Laura Wiesböck, Soziologin und Autorin. Lauras Buch „In besserer Gesellschaft“ erschien 2018 im Verlag Kremayr & Scheriau.

Episode 4: Warum eigentlich führen Essenslieferungen zu ausbeuterischen Arbeitsbedingungen?
Sara Hassan im Gespräch mit Arbeitssoziologe Benjamin Herr


Schon einmal Essen über eine App oder Lieferplattform bestellt? Bei den meisten von uns lautet die Antwort auf diese Frage ja. Über die Hintergründe dieser Essenslieferungen wissen jedoch die wenigsten Bescheid.

Wie ist das eigentlich, wenn der Chef oder die Chefin eine App ist?

ZustellerInnen in der Welt der Gig-Economy und des Plattformkapitalismus zwischen Wartezonen, GPS-Ortung, Ratings, Warten bei ungemütlichen Wetterbedingungen und teilweise extrem kalten oder sehr heißen Temperaturen und das zu meist ausbeuterischen Mindestlöhnen – warum eigentlich?

Journalistin und Autorin Sara Hassan im Gespräch mit Benjamin Herr, Arbeitssoziologe an der Universität Wien und Autor des Buches „Ausgeliefert“ (erschienen im ÖGB-Verlag).

Episode 3: Warum eigentlich ist manche Arbeit bezahlt und andere unbezahlt?
Sara Hassan im Gespräch mit Jelena Gučanin


Wer putzt? Wer kocht? Wer pflegt Angehörige? In den meisten Fällen: Frauen.

Während die einen für ihre Arbeit bezahlt werden, arbeiten die anderen nicht umsonst, aber unsichtbar und unbezahlt. Für wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft gibt es keine Anerkennung und keinen Lohn – und sie sind ungerecht zwischen Männern und Frauen verteilt: Haushalt, Kochen, Pflege von Angehörigen und emotionale Arbeit wird im doppelten Ausmaß von Frauen geleistet als von Männern.

Was hat das mit Geschlechterrollen zu tun und welche Strukturen führen dazu?

„Unbezahlte Arbeit ist Arbeit, die tabuisiert wird, die verdrängt wird, die isoliert wird. Der einzige Sinn dieser Unsichtbarmachung ist, dass diese Arbeit weiter gratis stattfindet“, sagt Jelena Gučanin im Gespräch mit Sara Hassan.

Jelena Gučanin ist Journalistin (u. a. Wienerin, KUPFzeitung), ausgezeichnet mit dem Wiener Jungjournalistinnen-Preis und Mitautorin des Buchs „Wen kümmert’s? Die (un-) sichtbare Sorgearbeit in der Gesellschaft“ (erschienen im ÖGB-Verlag).

Episode 2: Warum eigentlich ist Reichtum so ungerecht verteilt?
Sara Hassan im Gespräch mit Ökonom Matthias Schnetzer


Ein Auto, ein Eigenheim, Aktien, Anleihen, Bargeld – Vermögen gibt es in den unterschiedlichsten Formen.

Aber reich? Wer sind denn diese Reichen? Fühlst du dich reich? Und wer definiert eigentlich, was reich bedeutet?

Fakt ist: In Österreich gibt es eine drastische Vermögenskonzentration. Die obersten 10 Prozent der Bevölkerung besitzen mehr als die restlichen 90 Prozent zusammen. Warum eigentlich?

Journalistin, Autorin und Mensch im Spätkapitalismus Sara Hassan im Gespräch mit Matthias Schnetzer, Ökonom in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien.

Episode 1: Warum eigentlich brauchen wir einen Sozialstaat?
Sara Hassan im Gespräch mit Ökonomin Romana Brait


Wurdest du im Spital geboren? Warst du im Kindergarten, in der Schule oder gar einer Uni bzw. Fachschule? Warst du schon krank, hast dir Knochen gebrochen und wurdest du medizinisch behandelt? Haben deine Eltern für dich Familienbeihilfe bekommen? Oder warst du schon einmal arbeitslos?

Auf die meisten Fragen wird die Antwort ja lauten und jedes Mal war es der Sozialstaat, der für dich da war.

Aber trotzdem gerät der Sozialstaat immer wieder in Kritik – vor allem von jenen, die besonders wenig dazu beitragen: den Vermögenden. Kann es sein, dass sie dir Sicherheit und Chancen im Leben nehmen wollen, um selbst mehr zu profitieren? Warum eigentlich?

Journalistin und Autorin Sara Hassan im Gespräch mit Romana Brait, Ökonomin mit Schwerpunkt öffentliche Haushalte in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien.

Podcast-Trailer

Es gibt einen Menge Probleme, die viele junge Menschen teilen: unbezahlte Praktika, prekäre Jobs, Zahnarztrechnungen und oft reicht das Geld nicht bis zum Monatsende. Immer mehr junge Leute müssen trotz Ausbildung im ihre Zukunft zittern und froh sein über jeden noch Job – egal wie ausbeuterisch. Aber statt das zu ändern, sagt die Politik: kürzen, kürzen, kürzen.

Wo geht das Geld eigentlich hin, das uns für essentielle Dinge wie Wohnen, Bildung und soziale Absicherung fehlt? Warum sollen wir uns um die Brösel vom Kuchen streiten, während Superreiche Milliarden über Schlupflöcher und Steuersümpfe schleusen? Warum reden alle über die Flüchtlings-, aber niemand mehr über die Bankenkrise, für die das Geld dann doch da war?

Fragen wie diese stellen und beantworten wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten im Warum eigentlich? Podcast