Autor*in – Alexia Weiss

Alexia Weiss, geboren 1971 in Wien, Journalistin und Autorin. Germanistikstudium und Journalismusausbildung an der Universität Wien. Seit 1993 journalistisch tätig, u.a. als Redakteurin der Austria Presse Agentur. Ab 2007 freie Journalistin. Aktuell schreibt sie für das jüdische Magazin WINA, für gewerkschaftliche Medien wie die KOMPETENZ der GPA-djp und sie bloggt wöchentlich zum Thema „Jüdisch leben“ auf der Wiener Zeitung. 2021 erschien ihr bisher letztes Buch "Jude ist kein Schimpfwort" (Verlag Kremayr & Scheriau).

Kindergärten: Demonstration der Pädagoginnen am 12.10.21 in Wien

Organisiert die Kindergärten neu!

Die Probleme in der Elementarpädagogik sind seit vielen Jahren nicht nur bekannt, sie spitzen sich auch immer mehr zu. Zeit, einen umfassenden Strukturwandel anzudenken. Ein Plädoyer von Alexia Weiss.

Corona-Hilfen: Alle müssen den Aufschwung spüren

Die Corona-Hilfsmaßnahmen haben gewirkt: Der Wirtschaft geht es großteils gut, die Erwerbsarbeitslosigkeit geht zurück. Viele Arbeitnehmer:innen mussten aber durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit Einkommenseinbußen hinnehmen. Hier muss nun genau hingeschaut werden.

Reinigungskräfte: Oft prekär und selten sichtbar

Reinigungskräfte erledigen einen wichtigen Job, Wertschätzung gibt es dafür kaum. Das drückt sich auch in der niedrigen Bezahlung aus. Und der Druck steigt. Über eine Branche, in der viele Menschen mit Migrationshintergrund und viele Frauen arbeiten. Kaum jemand traut sich hier, seine Stimme zu erheben und über die schwierigen Arbeitsbedingungen zu sprechen.

Im Namen des Pensionssystems – was Corona anrichtet

Die Corona-Krise hat bei jenen, die für längere Zeit erwerbsarbeitslos waren, auch einen leichten Knick am Pensionskonto hinterlassen. Für das Gros der Beschäftigten hat sich die Krise hier nicht ausgewirkt. Wichtig ist nun, das Pensionssystem nicht durch Sparpläne zu beschädigen und den Gender Pension Gap weiter zu verringern.

Lieferketten: Neue Regeln für die Globalisierung

Lieferkettengesetze werden aktuell weltweit diskutiert: auf UNO-Ebene ebenso wie in der Europäischen Union. Auch in Österreich gibt es starke Stimmen dafür, Unternehmen zu verpflichten, sich die Arbeitsbedingungen und Auswirkungen der Produktion auf die Umwelt schon bei der Rohstoffgewinnung und in Zulieferbetrieben anzusehen.

Suche: neue Perspektive

Warum flüchten Menschen? Wenn es um Fluchtgründe geht, denken die meisten an Krieg, Terror, Menschenrechtsverletzungen. Eine neue Studie plädiert für einen umfassenden Perspektivenwechsel. Man müsse sich die strukturellen globalen Ungleichheitsverhältnisse ansehen. Nur so könne man auch Lösungen finden.

Überreiche im Geldregen

Die Corona-Pandemie vergrößert die soziale Kluft: Während die Reichsten ihre
Vermögen weiter vermehren, könnte es laut Oxfam-Berechnungen ein Jahrzehnt oder länger dauern, bis die Ärmsten die Auswirkungen dieser Krise überwunden haben.
Helfen würde ein massiver Ausbau vermögensbezogener Steuern.

Green Deal: Warum die Klimakrise auch eine soziale Herausforderung ist

Die Dekarbonisierung wird nur gemeinsam zu lösen sein. Das zeigt auch eine neue Initiative der beiden Umweltschutzorganisationen WWF Österreich und Global 2000 zusammen mit 245 heimischen Unternehmen. Die Arbeiterkammer betont: Beim nötigen Strukturwandel sollten Klimaschutz und soziale Aspekte gemeinsam gedacht werden.

Gesundheitssystem: Den Sparstift lieber zur Seite legen

Österreich steht im internationalen Vergleich mit seinen Gesundheitsausgaben pro Kopf gut da. Auch die Spitalsbettenkapazitäten sind hoch. Das veranlasst immer wieder zu Überlegungen, zu sparen. Dabei gibt es zu wenig psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung. Auch Diabetiker*innen werden in Österreich schlecht begleitet – mit verheerenden Folgen.