Arbeiten am Markt

Ausgabe Juni 2022: Rasanter Wandel. Der Arbeitsmarkt brummt – der perfekte Zeitpunkt, den Wandel mitzugestalten. Sozial und verteilungsgerecht!

Standpunkt

Eva Winterer
Chefin vom Dienst

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Arbeit und ihr Wert

Das „Immer-mehr-Wachstum“-Mantra steht auf dem Prüfstand. Der Strukturwandel, den wir gerade durchleben, fällt zusammen mit Krieg, Pandemie, Inflation und verschärft den Bruch umso mehr. Die Zukunftssorgen sind groß.

Mit dieser Ausgabe haben wir uns zum Ziel gesetzt, nicht im Jammertal der Krisenstimmung zu versinken, sondern Mechanismen und Lösungen zu zeigen, wie ein sozialer und verteilungsgerechter Strukturwandel möglich ist. Der Arbeitsmarkt spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn bei all den Zahlen, Berechnungen und Prognosen dürfen wir nie vergessen, dass es schlussendlich um Menschen geht.

Jahrzehntelang waren Arbeitnehmer:innen ein reiner Kostenfaktor. Und heute ist das Wehklagen der Unternehmen groß. Es gäbe keine geeigneten Fachkräfte. Doch hält das der Realität stand oder handelt es sich oftmals um ein hausgemachtes Problem? Braucht es vielleicht ein Umdenken in den Unternehmen selbst? Und was machen jene Unternehmen anders, die vergleichsweise rasch Stellen besetzen können? Dazu haben wir in Oberösterreich nachgefragt.

Der Strukturwandel wird zu Umbrüchen in Branchen und Berufen führen. Hier ist die Politik gefordert. So braucht es im Falle von Arbeitslosigkeit eine stabile finanzielle Absicherung, um zu vermeiden in die Armut abzugleiten, sowie Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten in zukunftsfähige Berufe mit guter Bezahlung. Innovative und nachhaltige Projekte gibt es einige, so etwa in Niederösterreich.

Ein lang bekanntes und sich ständig verschärfendes Thema sind die Vereinbarkeit von Beruf und Betreuungspflichten – ob für Kinder oder betagte Eltern. Noch immer sind es mehrheitlich Frauen, die diese Betreuungspflichten übernehmen. Mangels gesellschaftlicher Lösungen nehmen viele Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse an, die mit einem hohen Potenzial für Armutsgefährdung verbunden sind. Daher spricht sich AMS-Vorstand Johannes Kopf im Interview etwa für eine österreichweit flächendeckende ganztägige Kinderbetreuung aus. Abschließend noch ein Gedanke: Müssen wir nicht grundsätzlich über den Wert der Arbeit sprechen. Also darüber, woran wir etwa zukünftig Leistungsträger:innen messen, an der Höhe der Boni oder am Wert ihrer Arbeit für die Gesellschaft.

In dieser Ausgabe

  • Wandel mit voller Wucht
    Pandemie, Demografie, Klimawandel und Krieg in Europa pushen den Strukturwandel. Wirtschaft und Arbeit verändern sich noch schneller als bisher. Doch mitten im Umbruch brummt der Arbeitsmarkt – der perfekte Zeitpunkt, den Wandel mitzugestalten.
  • Alte Frische für den Arbeitsmarkt
    Den Erfahrungsschatz der Generation 50+ heben, ist nicht so schwer
  • Entmutigt in die neue Zeiten?
    Wenn das Arbeitslosengeld nicht zum Leben reicht
  • Wehklagen und Wirklichkeit
    Seit Jahren jammert die Wirtschaft über den Mangel an Arbeitskräften. Aktuell können bereits 272.000 offene Stellen nicht besetzt werden. Man fordert mehr Druck auf Arbeitssuchende und Hilfe vom Staat, übersieht aber, dass das Personalproblem oft hausgemacht ist.
  • Arbeitgeber müssen tanzen
    Im großen Interview fordert Johannes Kopf, Geschäftsführer des AMS, flächendeckende, ganztägige Kinderbetreuung, um Fachkräfte in den Arbeitsmarkt zu bekommen. Außerdem erzählt er, warum auch arbeitslose Top-Manager seine Sorgenkinder sind.
  • Zahlen, bitte!
    Zum Jubeln? Blick auf die Zahlen der Langzeitarbeitslosigkeit
  • Die Nichtarbeitslosen von Marienthal
    Langzeitarbeitslosigkeit abschaffen, Gramatneusiedl zeigt wie
  • Draufzahlen beim Arbeiten
    Wo es gut versteckt Lohndumping und Unterbezahlung gibt
  • Über den Wert der Arbeit
    Gespräch über soziales Gewissen und Arbeitsmarktpolitik
  • Zeit, um Farbe zu bekennen
    Green Job, als Flaschenhals der Transformation?
  • Mit Blick auf das Mehr
    Über zukunftsträchtige Initiativen für mehr Green Jobs
  • Amputiertes Sozialministerium
    1938, 2000, 2020 – Immer ein politisches Signal
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