Preisfrage

Ausgabe April 2022: Wir alle spüren es: Das Leben wird teurer. Vor allem die Energiekosten überschlagen sich. Dabei sind eh schon viel zu viele von Armut betroffen. Wie soll das weitergehen?

Standpunkt

Anja Melzer
Chefin vom Dienst

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Harte Zeiten und ein Abschied

Wer hätte ahnen können, wie aktuell der Inhalt dieser Ausgabe werden sollte? Als wir mitten an den Planungen für dieses Heft saßen, erreichte uns die Nachricht vom Einmarsch Putins in die Ukraine. Es verfolgen uns seitdem grausame Bilder, Meldungen über internationale Sanktionsmaßnahmen und unwürdige Diskussionen. Und es kommen auch in Österreich tagtäglich geflüchtete Familien aus zerbombten ukrainischen Städten an. Das menschliche Leid ist schwer zu ertragen. Daneben löst der Krieg Kettenreaktionen aus, die – und das zeigt sich aktuell wie selten zuvor in den vergangenen Jahrzehnten – noch viel mehr Menschen zwar nicht das Leben nehmen, aber doch zumindest sehr schwer machen. Die Preise für Energie und Sprit rauschen nach oben, Lebensmittelpreise und Mieten steigen schmerzhaft. Von allen Seiten erreichen uns Warnungen, dass sich das Ganze zu einer massiven Pandemie der Armut auswachsen könnte. Schon jetzt gilt jedes fünfte Kind hierzulande als arm, sagt Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger im Interview mit Alexia Weiss. Irene Steindl hat sich angesehen, wer von den jetzigen Entwicklungen besonders schlimm betroffen ist. Und wie fühlt es sich eigentlich an, kalt duschen oder möglichst oft der klirrend kalten Wohnung entfliehen zu müssen, um ja nicht zu heizen? Christian Bunke hat Betroffenen zugehört. Und das ist nur ein Vorgeschmack auf viele wichtige Geschichten. Mein Tipp: Beginnen Sie mit dem Epos zur großen Schieflage von Robert Misik. Dass auch die Corona-Krise noch immer unter uns schwelt, sehen wir nicht nur an fünfstelligen Infektionszahlen jeden Tag, wir haben es in letzter Zeit auch in unserer Redaktion zu spüren bekommen. (Ich hoffe, ich selbst habe die Quarantäne, in welcher ich diese Zeilen gerade verfasse, bei Erscheinen dieser Ausgabe wieder verlassen.)

Apropos verlassen: Liebe Leser:innen und Abonnent:innen, ich darf mich an dieser Stelle von Ihnen verabschieden und das Zepter weiterreichen. Dies ist meine letzte Nummer. Es waren zwei besondere Jahre, in denen ich das Heft als Chefin vom Dienst begleiten und gemeinsam weiterentwickeln durfte. Ich möchte meinem Team von ganzem Herzen für die großartige und wertschätzende Zusammenarbeit danken, und besonders natürlich Ihnen. Ich hoffe, Sie bleiben der Arbeit&Wirtschaft auch weiterhin gewogen. Alles Gute! Es war mir eine Ehre.

In dieser Ausgabe

  • Coverstory: Die große Schieflage
    Eine Krise wird von der nächsten überschattet: COVID, Klima, jetzt auch noch Krieg in der Ukraine. Heiz-, Lebensmittel- und Mietkosten gehen durch die Decke. Wo stehen wir eigentlich? Und wo geht‘s hin? Robert Misik hat sich in seiner Coverstory für diese Ausgabe die harte Realität vorgeknöpft.
  • Mehr als ein Gutschein
    Ein Blick in Länder, in denen alles gerade an Wert verliert
  • Inflation, Gewinne und Löhne
    Alles einmal einfach erklärt
  • Dem Energiemarkt ausgeliefert
    Eine Reportage mit Betroffenen von Energiearmut
  • Geht nicht, gibt’s doch
    Über das Ausmaß gestörter Lieferketten
  • Pandemie der Armut
    Nicht nur das Corona-Virus grassiert noch immer in der Gesellschaft mit teils absurd hohen Infektionsraten – auch die Armut greift weiter um sich. Dabei gäbe es so wirksame Gegenmittel. Unsere Autorin Irene Steindl hat herausgearbeitet, welche vulnerablen Gruppen schon wieder hart getroffen werden.
  • Armut muss nicht sein
    Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger im großen Interview
  • Inflation plus X
    Warum jetzt auch die Löhne steigen müssen
  • Der Index und der Reallohn
    Ein Blick zurück in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg
  • Inflationsschock, und dann?
    Gespräch mit Momentum-Ökonomen Oliver Picek zu Preisspiralen
  • Alles für die Fisch‘
    Wenn unser Fotograf Markus Zahradnik die Welt bereist, kehrt er immer mit wertvollen Souvenirs zurück – so wie mit dieser Reportage vom schmuckvoll klingenden Ort Heimaey im Süden Islands. Treten Sie ein in eine Fischfabrik und machen Sie sich selbst ein Bild von den Menschen und ihrer Arbeit.
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