Bitte was? Kollektive Ideen schaffen nur „soziale Ungerechtigkeiten und wirtschaftliches Elend?“ Nein, das Gegenteil ist der Fall. Ein Kommentar von Michael Mazohl.
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Jetzt wurde also beschlossen, dass die Polizei bei der Erhebung von Krankheitssymptomen bei Corona-Verdachtsfällen helfen darf. „Das ist eine ganz schlechte Idee“, sagt Politikwissenschafterin Natascha Strobl.
Prekäre Arbeitsverhältnisse in der Lebensmittelproduktion sind zwar leider nichts Neues, aber durch die wiederholten Corona-Cluster in Schlachthöfen und bei Ernte-Arbeiter*innen rücken sie ins Rampenlicht – und das ist gut so! Denn beim Blick auf die schreckliche Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt in Lebensmittelindustrie und -handel vergeht einem der Appetit. Großkonzerne und Handelsriesen nutzen ihre Monopolstellung auf dem europäischen Lebensmittelmarkt für Lohndumping, vergiftete Böden, faules Obst, blutiges Gemüse und Wegwerffleisch.
In Wiener Neudorf produziert die TSA Traktionssysteme Austria elektro-mechanische Antriebe für Schienen- und Straßenfahrzeuge. Der Krise zum Trotz erwartet das Unternehmen heuer einen neuen Umsatzrekord. Wie das? Wir waren vor Ort und haben bei Geschäftsführung und Betriebsrat nachgefragt.
Renate Anderl, AK-Präsidentin, sagt klar, was es jetzt braucht: Eine Weiterbildungsoffensive in Richtung digitale Qualifikationen, Programme für ältere Arbeitslose, Langzeitarbeitslose und Jugendliche, eine Ausbildungsoffensive in der Pflege. Und vor allem: ein höheres Arbeitslosengeld.