Er kurbelt die Wirtschaft an, entlastet die Staatskassen und hat praktisch keine Effekte auf die Beschäftigung.
Autor:in – Marie Herrmann
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In Österreich werden 98 Prozent der unselbstständig Beschäftigten von einem Kollektivvertrag erfasst. Doch was ist mit dem Rest?
Ein ganzes Bündel an Maßnahmen wird benötigt, um Menschen vor Armut und Ausgrenzung zu schützen.
Man trifft sie beim Haareschneiden, wenn sie den Kaffee servieren oder das Büro putzen: Beschäftigte, meist Frauen, die weniger als 1.500 Euro im Monat verdienen.
Die Regierung stellt einen gesetzlichen Mindestlohn in den Raum. Warum dies keine Unterstützung, sondern vielmehr eine Drohung ist.
Gerechte Entlohnung der untersten Einkommen kurbelt die Wirtschaft an. Der Mindestlohn ist kein Geschenk der Arbeitgeber, und es lohnt sich, dafür zu kämpfen.
Der ÖGB und seine Gewerkschaften setzen sich - unabhängig von Regierungsplänen - schon seit Jahrzehnten für einen besseren Mindestlohn ein.
Seit März gibt es neue Regeln beim Kinderbetreuungsgeld. Diese Änderungen erleichtern Frauen den Wiedereinstieg und ermöglichen den Papa-/Babymonat.
Mit einer Reihe von Maßnahmen will der Staat den Sozialbetrug und die Steuerhinterziehung stärker eindämmen. Etappenerfolge wurden bereits erzielt.
Die Sozialökonomin Karin Heitzmann plädiert für den Wandel vom Sozialversicherungsstaat zum Sozialstaat. Ein Gespräch über Bedürfnisse und Bedürftigkeit, über Kosten und Investitionen.