Preise runter! Was Arbeitnehmervertreter:innen gegen die Inflation fordern

Inhalt

  1. Seite 1 - Ursula Tomaszkiewicz – Personalvertretung Stadt Wien Kindergärten
  2. Seite 2 - Mario Pichler – ehemaliger Jugendvertrauensrat bei KELAG
  3. Seite 3 - Martin Schilcher – Arbeiterbetriebsrat bei Mondi in Frantschach
  4. Seite 4 - Christine Ondrej – Personalvertreterin AKH Wien
  5. Seite 5 - Christian Hofmann – Bundesjugendsekretär GPA
  6. Seite 6 - Beppo Muschitsch – Vorsitzender Gewerkschaft Bau-Holz
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ÖGB und Gewerkschaften mobilisieren mit 3.200 Betriebsrät:innen und Personalvertreter:innen gegen die Preissteigerungen. Die Forderungen der Arbeitnehmer:innen, um gegen die Inflation vorzugehen, sind deutlich.

Christian Hofmann – Bundesjugendsekretär GPA

Christian Hofmann Portrait. Interview auf der BR-Versammlung zu Inflation, den KV-Verhandlungen und den Forderungen der Arbeitnehmer.
GPA-Jugendsekretär Christian Hofmann: „Wir haben in vielen Branchen einen eklatanten Fachkräftemangel. Klar ist, dass das Lehrlingseinkommen rauf muss.“

Welche Erwartungen haben Sie angesichts der Preissteigerungen an die Kollektivvertragsverhandlungen?

„Ich erwarte, dass die Arbeitgeber:innen, die auch in der Coronabranche gutes Geld verdient haben, bereit sind, dieses Geld mit den Beschäftigten zu teilen. Es kann nicht sein, dass einige im Geld schwimmen, während andere sich abstrampeln müssen, um über die Runden zu kommen. Besonders bei den jungen Menschen. Wir haben in vielen Branchen einen eklatanten Fachkräftemangel. Klar ist, dass das Lehrlingseinkommen rauf muss, dass das Einkommen der Praktikant:innen rauf muss und dass es bessere Arbeitsbedingungen für Berufseinsteiger:innen gibt.“

Was sind die größten Probleme, mit denen die jungen Menschen gerade konfrontiert sind?

„Die sind ganz vielfältig. Ich kenne die, der jungen Menschen.  Die stellen sich die Frage ist, ob sie einen eigenen Lebensmittelpunkt gründen können. Ob sie sich eine eigene Wohnung leisten können. Wir beobachten, dass junge Leute immer mehr überlegen, ob das Geld reicht. In den letzten Jahren mussten sie bis auf den letzten Cent kalkulieren, ob sie mit ihren Einkommen klarkommen oder nicht.“

Wenn Sie vom Argument der Lohn-Preis-Spirale hören…

„… dann muss ich die Augen verdrehen. Wir haben noch nie von einer Gewinn-Preis-Spirale Gesprochen. Wenn Unternehmen gutes Geld verdienen, dann ist das gesellschaftlich anerkannt. Trotzdem sind viele Arbeitgeber:innen in so einer Situation nicht bereit, auch mal Kohle auf den Tisch zu packen, damit sich ihre eigenen Arbeitnehmer:innen ihr Leben wieder leisten können. Es kann nicht sein, dass wir niemals über steigende Gewinne sprechen, dass aber jedesmal ‚Lohn-Preis-Spirale‘ geschrien wird, wenn jemand höhere Löhne fordert.“

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  1. Seite 1 - Ursula Tomaszkiewicz – Personalvertretung Stadt Wien Kindergärten
  2. Seite 2 - Mario Pichler – ehemaliger Jugendvertrauensrat bei KELAG
  3. Seite 3 - Martin Schilcher – Arbeiterbetriebsrat bei Mondi in Frantschach
  4. Seite 4 - Christine Ondrej – Personalvertreterin AKH Wien
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Über den/die Autor*in

Michael Mazohl

Michael Mazohl studierte Digitale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Als Fotograf und Journalist arbeitet er für österreichische und internationale Zeitungen und Magazine.

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