Die haben was drauf

Inhalt

  1. Seite 1 - Der Jugend-am-Werk-Standort Lorenz-Müller-Gasse
  2. Seite 2 - Erfolgserlebnisse, die stolz machen
  3. Seite 3 - Arbeit, die das Herz erwärmt
  4. Seite 4 - Zukunftschancen
  5. Seite 5 - Abwechslungsreiche Tätigkeiten
  6. Auf einer Seite lesen >
Tischler, Uhrmacher, Metalltechniker & Co.: Am Lehrbetrieb Lorenz-Müller-Gasse absolvieren derzeit rund 180 Jugendliche eine Lehre in fünf Bereichen. Die breit angelegte solide Grundausbildung bietet den Jugendlichen die Basis, zu guten Fachkräften und stabilen Persönlichkeiten heranzuwachsen.

Junge Frau, die an einer Uhr schraubt
Die angehende Uhrmacherin Marim Atta ist von der hochpräzisen Arbeit schon in ihrem ersten Lehrjahr begeistert. Sie hat sich für eine Lehre mit Matura entschieden und kann sich durchaus vorstellen, nach Lehrabschluss als Uhrmacherin im Ausland zu arbeiten.

Neue Türen öffnen sich

Der Frauenanteil unter den Lehrlingen der Lorenz-Müller-Gasse ist übrigens relativ gering und liegt bei rund 30 Frauen zu 150 Männern. Vergleichsweise hoch ist der Anteil bei den UhrmacherInnen und ZeitmesstechnikerInnen: Hier beträgt er ein Drittel. Die 20jährige Marim Atta hat ihre Lehre gerade erst im Herbst begonnen. Die in Ägypten geborene junge Frau, die mit ihrer Familie nach Österreich kam, als sie sechs Jahre alt war, wollte eigentlich Chemielabortechnikerin werden. In einem Bewerbungsverfahren schaffte sie es zunächst von 130 Leuten in die nächste Runde und dann noch einmal unter die letzten 60. Doch bei den letzten 16 war sie dann nicht mehr dabei.

Opfer für den Traumberuf

Doch für Marim tat sich unerwartet eine ganz andere Tür auf: Mit dem Verein Sprungbrett machte sie eine Exkursion in den Lehrbetrieb Lorenz-Müller-Gasse und lernte hier den Lehrberuf der UhrmacherIn kennen und Gefallen daran. Sie entschied sich für die Lehre mit Matura und weiß schon nach so kurzer Zeit, dass sie „auf jeden Fall in dieser Richtung bleiben will“. Im ersten Lehrjahr lernt sie vor allem das Feilen der zum Teil winzig kleinen Elemente einer Uhr: „Das ist ein ziemlich spannender Beruf. Wir arbeiten mit sehr kleinen Teilen und oft auf Hundertstel Millimeter genau.“

Marim hofft, nach Ende ihrer Lehre einen der wenigen Jobs als UhrmacherIn und ZeitmesstechnikerIn zu finden und kann sich auch vorstellen, für ihren Traumjob ins Ausland zu gehen. Denn auch in diesem Beruf liegen die Jobs nicht der Straße. Doch Marim glaubt, dass die guten alten Uhren abseits von Apple Watch und Co. mittlerweile wieder im Kommen sind. Jetzt heißt es erstmal einige Opfer für den Traumberuf zu bringen, was ihr aber nicht sehr schwerfällt: „Es macht ziemlich Spaß und es lohnt sich, den weiten Weg hierher zu fahren.“ Spätestens um sechs Uhr Früh muss sie von zuhause losfahren, um rechtzeitig um sieben im Lehrbetrieb anzukommen.

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  1. Seite 1 - Der Jugend-am-Werk-Standort Lorenz-Müller-Gasse
  2. Seite 2 - Erfolgserlebnisse, die stolz machen
  3. Seite 3 - Arbeit, die das Herz erwärmt
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Über den/die Autor*in

Alexandra Rotter

Alexandra Rotter hat Kunstgeschichte in Wien und Lausanne studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin in Wien und schreibt vor allem über Wirtschaft, Gesellschaft, Technologie und Zukunft.

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