Runder Tisch: Von Mut, Luxus und Solidarität

Foto (C) ÖGB-Verlag/Michael Mazoh
ArbeitnehmervertreterInnen stehen in ihrer Tätigkeit vor unterschiedlichen Heraus­forderungen. Um diese gut meistern zu können, ist ständige Weiterbildung besonders wichtig. Die Arbeit&Wirtschaft traf drei von ihnen, die derzeit die BetriebsrätInnen-Akademie (BRAK) absolvieren, zu einem Gespräch.
Drei ArbeitnehmervertreterInnen erzählen über ihren Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft.

Inhalt

  1. Seite 1 - Beweggründe für betriebsrätliches Engagement
  2. Seite 2 - Häufigste Probleme der betriebsrätlichen Praxis
  3. Seite 3 - Informationsaustausch mit der Gewerkschaft
  4. Seite 4 - Betriebsrätlicher Alltag
  5. Seite 5 - Größte Erfolge
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BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen unterstützen ArbeitnehmerInnen bei den täglichen Problemen am Arbeitsplatz, beraten und informieren bei kniffligen Sachfragen. Sie ermutigen ihre KollegInnen aber auch, sich für gute, sichere und gerechte Arbeit einzusetzen. Die Arbeit von BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen ist vielseitig, anspruchsvoll und zeitaufwendig. Trotzdem machen sie sie gern. Um diese gut meistern zu können, ist ständige Weiterbildung besonders wichtig. Die Arbeit&Wirtschaft traf drei von ihnen, die derzeit die BetriebsrätInnen-Akademie (BRAK) absolvieren, zu einem Gespräch.

Arbeit&Wirtschaft: Was hat Sie dazu bewogen, sich als Betriebsrat bzw. Betriebsrätin zu engagieren?

Nicole Heimberger: Die Betriebsratsarbeit hat mich schon immer fasziniert – vor allem auch deswegen, weil man als Bindeglied zwischen Belegschaft und Führungsebene KollegInnen bei ihren täglichen Problemen unterstützen und Arbeitsbedingungen verbessern kann. Ein großes Vorbild für mich war unser Betriebsrat. Die Art und Weise, wie er die Funktion ausübt, auf die KollegInnen im Betrieb zugeht und mit ihnen spricht, hat mich begeistert. Da dachte ich mir: Ich will das auch machen.

Julius Mayer: Bei mir war es ganz anders. Die Firma stand auf guten finanziellen Beinen, dennoch kam es von einem auf den anderen Tag zu Lohnkürzungen. Wie unsere Betriebsräte mit dieser Situation umgingen, war aus meiner Sicht schlecht und auch nicht nachvollziehbar. Das war auch der Moment, als ich entschied, bei der nächsten Möglichkeit zu kandidieren und Probleme im Sinne der Beschäftigten besser zu lösen.

Mario Karner: Ich war lange Zeit als Teamleiter in der Privatwirtschaft tätig. Immer wieder gab es Probleme, die es zu lösen galt. Obwohl nie gewählt, habe ich mich schon damals in der Position des Betriebsrates gesehen und die KollegInnen verteidigt. Das liegt einfach in meiner Natur, ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.

Sind Sie auch aus diesem Grund in die Gewerkschaft gewechselt?

Karner: In der Gewerkschaft vida in Kärnten wurde ein sechsmonatiges Pilotprojekt gestartet. Da ich mich mit dem Anforderungsprofil identifizieren konnte und auch Vertriebserfahrung hatte, bewarb ich mich. Das Projekt hat schnell gegriffen, und je länger es dauerte, desto mehr gefiel mir die Arbeit. Mittlerweile bin ich seit fast vier Jahren dabei.

Inhalt

  1. Seite 1 - Beweggründe für betriebsrätliches Engagement
  2. Seite 2 - Häufigste Probleme der betriebsrätlichen Praxis
  3. Seite 3 - Informationsaustausch mit der Gewerkschaft
  4. Seite 4 - Betriebsrätlicher Alltag
  5. Seite 5 - Größte Erfolge
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