Ein Leben ohne Bargeld?

Inhalt

  1. Seite 1 - Bares ist Wahres in Österreich
  2. Seite 2 - Unterschiedliche Bargeld(los)-Vorlieben
  3. Seite 3 - Union des digitalen Euros?
  4. Seite 4 - Mehr Möglichkeiten für Unternehmen?
  5. Seite 5 - Bitcoin-Land El Salvador
  6. Seite 6 - Geldwäsche wie früher
  7. Auf einer Seite lesen >
In Schweden könnte im Frühjahr 2023 Schluss sein mit dem Bargeld. Zahlungen sollen ab diesem Zeitpunkt nur mehr in digitaler Form erfolgen. Doch Österreich hängt am analogen Zahlungsmittel wie kaum ein anderes Land. Weshalb ist das so und wie wird bei uns die Zukunft aussehen?

Bitcoin-Land El Salvador

Nicht nur die EU sucht ihr Glück in der digitalen Welt – auch das kleine zentralamerikanische Land El Salvador schreitet voran. Jedoch wird hier nicht auf eine digitale Form des offiziellen Zahlungsmittels, den US-Dollar, gesetzt, sondern auf die Kryptowährung Bitcoin. Im Juni dieses Jahrs verkündete El Salvadors Präsident Nayib Bukele, dass mit September neben dem US-Dollar ein zweites Zahlungsmittel gesetzlich erlaubt sein werde. Als erstes Land der Welt sollte der Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel dem Bargeld gleichgestellt verwendet werden können. Um die Währung zu nutzen müssen die Bürger:innen die digitale Geldbörse „Chivo“ herunterladen. Allen Menschen im Land versprach Bukele ein Startguthaben von 25 Dollar. Das ist ungefähr der dreifache Tageslohn in El Salvador.

Positive Effekte können für jene entstehen, die stark von Remittances, also Geld, das Verwandte aus den USA schicken, abhängen. Die Überweisungsgebühren bei Western Union und Co. sind horrend hoch, hier gibt es jetzt Konkurrenz durch Bitcoin.

Paul Pichler, Universität Wien

Doch in der Bevölkerung entstand schon bald Widerstand. Ein Großteil lehnte das „Bitcoin-Gesetz“ ab, viele protestierten dagegen. Am 7. September startete die Kryptowährung trotz aller Proteste. Alle Händler:innen des Landes sind laut Gesetz nun dazu verpflichtet, Zahlungen in Bitcoin zu akzeptieren. Auch Renten und Löhne können nun als Kryptowährung ausbezahlt werden, wenn das gewollt ist. „Positive Effekte können für jene entstehen, die stark von Remittances, also Geld, das Verwandte aus den USA schicken, abhängen. Die Überweisungsgebühren bei Western Union und Co. sind horrend hoch, hier gibt es jetzt Konkurrenz durch Bitcoin“, sagt Volkswirtschaftler Pichler.

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  1. Seite 1 - Bares ist Wahres in Österreich
  2. Seite 2 - Unterschiedliche Bargeld(los)-Vorlieben
  3. Seite 3 - Union des digitalen Euros?
  4. Seite 4 - Mehr Möglichkeiten für Unternehmen?
  5. Seite 5 - Bitcoin-Land El Salvador
  6. Seite 6 - Geldwäsche wie früher
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Über den/die Autor*in

Stefan Mayer

Stefan Mayer arbeitete viele Jahre in verschiedenen privatwirtschaftlichen Unternehmen. Mit Anfang 30 begann er Geschichte und Politikwissenschaft zu studieren. Heute schreibt er vor allem für das Fußballmagazin Ballesterer und die Wiener Zeitung.