Die Streichungen treffen alle. Auch wenn Politiker:innen versuchen, dies zu verschleiern: Reduktion der Wohnkostenpauschale, des Bonus für Alleinerziehende sowie des Behindertenzuschlages. Die Leistungen für Menschen mit Behinderungen kürzt die Reform gleich doppelt, da sich der Zuschlag prozentual am – ebenfalls gekürzten – Höchstsatz der Sozialbeihilfe berechnet.
Martin Schenk: Armut als politisches Zeichen
Zum finanziellen Mangel auf der einen Seite gesellt sich auf der anderen eine Art „Überschuss“. Es kann gar nicht genug an Gemeinheiten, Vorurteilen, Pauschalverunglimpfungen, Abwertung und Verachtung gegenüber Menschen „ganz unten“ geben. Politik macht Armut nicht nur, sie braucht sie auch: als Angst- und Drohkulisse gegenüber jenen, die gerade noch eine Krise von ihr entfernt sind.
Sozialhilfe: Drei mal mehr in feuchter, undichter, ungesunder Wohnung.
— Die Armutskonferenz. (@armutskonferenz.bsky.social) 1. Juli 2026 um 15:19