Man muss den Wert von Kompromissen in der Politik betonen, anstatt diese als Notlösung zu sehen.
Peter Filzmaier, Politologe
Auch in Regierungsverhandlungen oder sozialpartnerschaftlichen Gesprächen sollte der eigene Standpunkt niemals von außen – über Massenmedien – an das Gegenüber herangetragen werden. Das führt nämlich dazu, dass der jeweils andere Kompromissen nur mit Gesichtsverlust zustimmen kann. Vor allem aber muss man den Wert von Kompromissen in der Politik betonen, anstatt diese als Notlösung zu sehen. Wir haben in der österreichischen Konsensdemokratie vom Modell der Sozialpartnerschaft bis hin zum Verhältniswahlrecht eine Vielzahl von Elementen des politischen Systems, welche Kompromisse in der Politik fördern.
😯 Hättest du das gedacht?
— Arbeit&Wirtschaft Magazin (@aundwmagazin.bsky.social) 3. September 2026 um 15:00
Jeder Kompromiss muss als guter Interessenausgleich erklärt werden. Was wir nicht wollen, ist eine „The winner takes all“-Konkurrenz, in der es immer nur Sieger:innen und Verlierer:innen gibt, was mangels Kompromissfähigkeit die gesellschaftliche Polarisierung und Konflikte verschärft.