Markus Marterbauer, Chefökonom der Arbeiterkammer Wien, sieht den Sozialstaat als wichtige Basis eines attraktiven Wirtschaftsstandorts. Steigender Export und der anziehende Inlandskonsum signalisieren: Der österreichische Kurs stimmt immer noch.
Thema – Allgemein
Vor den Wahlen brodelt die Debatte um die Kürzung von Lohnnebenkosten. Arbeitgeber:innen beklagen hohe Arbeitskosten und warnen erneut vor einer Gefährdung des Standorts. Was da so schlüssig, harmlos und volkswirtschaftlich gerechtfertigt klingt, ist für Arbeitnehmer:innen fatal.
Ein Standort ist mehr als nur seine Wirtschaft. Es ist das Zusammenspiel vielfältigster, unterschiedlichster, sogar gegenläufiger Interessen. Ziel muss es sein, dass möglichst viele Menschen von diesem Balanceakt profitieren.
Die Krisen der vergangenen Jahre – von Corona über Klima bis Ukraine – haben unser Kaufverhalten verändert. Doch obwohl wir sparsamer geworden sind, bleibt weniger übrig.
Die Präsentation des Sozialbericht-Kapitels zu „Privateigentum und Ressourcen“ zeigt: Die Mehrheit der Gesellschaft ist für eine gerechtere Vermögensverteilung. Nur an der politischen Umsetzung hapert es noch.