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Illustration (C) Miriam Mone

Und jetzt?!

Ausgabe Juni 2020: Rekord-Rezession, Rekord-Arbeitslosigkeit, Rekord-Budgetdefizit: wie die Pandemie Arbeitnehmer*innen und Unternehmen trifft.

Und plötzlich war bei uns die Bude dicht, ab Mitte März gab es keinen Großraumbürobetrieb mehr – sondern Homeoce für alle. Was für ein Glück, dass wir eine Arbeit haben, die das erlaubt, dass wir nicht wie Hunderttausende andere sofort unsere Jobs verloren haben. Unsere neue Chen vom Dienst, Anja Melzer, hatte gerade eben diesen Dienst angetreten, und wir arbeiteten gerade intensiv an der nächsten gedruckten Ausgabe.

Schnell war klar: Die Arbeit&Wirtschaft wird überwiegend an Betriebe verschickt – doch wen erreichen wir in dieser Situation mit einer gedruckten Ausgabe? Also haben wir uns dazu entschieden, keine Ausgabe zu drucken, sondern sofort verstärkt auf unser Online-Format zu setzen. Mit einer Reihe von Reportagen und laufenden Artikeln mit Zahlen, Daten und Fakten rund um die Corona-Krise – und einem Krisentagebuch im Videoformat, in dem Politikwissenschafterin Natascha Strobl, Autorin Veronika Bohrn Mena, Autor und Videoblogging-Urgroßvater Robert Misik oder Bildungsexperte Daniel Landau ihre Beiträge gestaltet haben.

Unter medizinischen und selbst genähten Stomasken fährt das Land jetzt wieder hoch. Ein neu-alter Arbeitsalltag kehrt zurück und damit auch eine neu-alte gedruckte Ausgabe der Arbeit&Wirtschaft, in der wir uns den Auswirkungen der Corona-Krise auf Unternehmen und ihre Beschäftigten widmen und der Frage nachgehen: Wer soll für die Krise bezahlen?

„Wir werden eine Verteilungsdiskussion haben, die sich gewaschen hat“, sagt Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin für Grundsatz im ÖGB, in unserem Interview. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 haben die Arbeitnehmer*innen bezahlt. Aber Rekordarbeitslosigkeit und Kurzarbeit sowie eine drohende Insolvenzwelle bei kleinen und mittleren Unternehmen zeigen: Das kann dieses Mal nicht wieder so laufen. Wir werden einen Anteil von denen brauchen, die es sich leisten können: den Reichen und Superreichen. Und zwar einen Anteil, der sich gewaschen hat.

In dieser Ausgabe

  • Coverstory: Die fetten Jahre sind vorbei
    Corona hat tiefe Spuren durch Österreichs Wirtschaft und Arbeitsmarkt gezogen – die Kapitalgesellschaften sind massiv von den Auswirkungen betroffen. Da stellt sich die Frage: Sollen in dieser Lage trotzdem Dividenden und Manager-Boni ausgeschüttet werden? Zu Besuch bei A1, mitten in der kritischen Infrastruktur.
  • Interview: Das Gebot der Stunde
    Die Arbeitnehmer*innenseite drängt auf eine Erhöhung des Arbeitslosengelds – für Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin im ÖGB, die dringlichste sozial- und wirtschaftspolitische Maßnahme, erzählt sie im Interview.
  • Streitgespräch: Generation Lockdown
    Was sagt eigentlich der Politiknachwuchs über die Krise, den Arbeitsmarkt und seine unsichere Zukunft? Wir haben zwei junge Menschen miteinander diskutieren lassen. Ein Auszug aus dem Streitgespräch politischer Gegensätze.
  • Zu Kurz gekommen
    Was passiert da eigentlich gerade im Journalismus?
  • Arbeitsmarkt: Der Einsturz
    Wer von der Krise am stärksten betroffen ist.
  • Genuss kehrt zurück – und die Arbeit?
    Lokalaugenschein bei NORDSEE in Wien.
  • Land der Vermögensberge
    Die Spirale der Ungleichheit dreht sich schneller.
  • Zahlen, bitte!
    Und wer übernimmt die Rechnung?
  • Auf einen Blick
    Die spannendsten Prognosen zur Krise.
  • Die große Frage: Was ist eigentlich Gerechtigkeit?
    Es antwortet Lisz Hirn, Philosophin und Publizistin.
  • Aus dem A&W-Blog
    Wofür die Gewerkschaften jetzt kämpfen müssen.
  • Zu guter Letzt: Gute Arbeit und Gerechtigkeit statt Applaus
    Das letzte Wort hat diesmal Renate Anderl, AK-Präsidentin.
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