„Wir haben sie für ihr profundes Wissen über die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung bewundert und geschätzt“, heißt es von den A&W-Herausgebern Heinz Leitsmüller (AK) und Christoph Höllriegl (ÖGB).
Wichtiger historischer Kontext
Pellar war es stets wichtig, aktuelle Entwicklungen in einen historischen Kontext zu setzen und damit erklärbarer und verständlicher zu machen.
„Ein besonderes Anliegen war ihr, die Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung als unabdingbare Grundlage für unsere Demokratie und unseren Sozialstaat hervorzuheben“, so die A&W-Herausgeber weiter.
Jahrzehntelanger Einsatz
Brigitte Pellar wurde 1947 im kärntnerischen Hermagor geboren und studierte in Wien Geschichte. Schon als Studentin publizierte sie ihre ersten journalistischen Artikel.
Von 2001 bis 2007 leitete sie das Institut für Gewerkschafts- und Arbeiterkammer-Geschichte und von 2006 bis 2011 hatte sie einen Lehrauftrag am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien inne. Jahrzehntelang war sie Referentin in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit.
Mit Brigitte Pellars Tod verliert die österreichische Geschichtswissenschaft eine ihrer profiliertesten Stimmen und die Arbeiter:innenbewegung eine unermüdliche Wegbegleiterin. Wir danken Brigitte für alles und werden sie sehr vermissen.
Der ÖGB trauert um eine Frau, ohne die unsere eigene Geschichte im Dunkeln geblieben wäre. Mit Dr. Brigitte Pellar verliert die Arbeiter:innenbewegung ihre bedeutendste Chronistin und ihr schärfstes historisches Gewissen.
Unser Nachruf: