Wie sollen wir über die Klimakrise sprechen?

Plakate bei einer Klimademo werden in die Höhe gehalten. Darauf steht SOS und There is no Planet B. Symbolbild: Wie sollen wir heute noch über die Klimakrise sprechen?
Klimakrise verdrängt?Wer Verantwortung abschiebt, kapituliert vor der Realität. | © Adobestock/Xavier Lorenzo
Die Klimakrise ist das große Thema unserer Zeit – doch wie sprechen Medien und wir selbst eigentlich darüber? Ein Kommentar über unseren Umgang mit einer Realität, die viele verdrängen.
Es wäre schön, wenn Laien – aber auch viele Journalist:innen – überhaupt noch über das Thema reden würden. Zu oft wird es ignoriert oder gar „verschwurbelt“: Meist wird die Schuld für die Klimakrise dann bei anderen gesucht – in China oder bei den US-Amerikaner:innen, während wir vermeintlich „die Guten“ sind.

Es wird eng

Mit der Faktenlage hat das leider wenig zu tun, denn auch unsere Emissionen sind nach wie vor viel zu hoch. Wie sollten Expert:innen darüber reden? Mein Anspruch ist, ehrlich zu sagen, was Sache ist: „Hoch wer’ ma’s nimma g’winnen“ – aber genau deshalb gilt es jetzt, das Richtige zu tun – umso mehr, wenn die Krise schleichend in eine Katastrophe übergeht und man von Nachfahr:innen früher oder später gefragt werden wird: „Was hast du eigentlich damals getan? Wann hast du aufgehört zu fliegen?“

So mancher Experte scheint vergessen zu haben, dass globale CO2 Emissionen jährlich um mind. 7% sinken müssten, um eine Chance auf eine halbwegs sichere Zukunft zu haben. Sie stiegen auch 2025… 10 Jahre nach Paris 😬😪 [image or embed]

— Reinhard Steurer (@steurer.bsky.social) 20. April 2026 um 18:43

Entweder, wir lernen, uns der schwelenden Katastrophe zu stellen, oder rechtsextreme Realitätsverweiger:innen werden profitieren, etwa indem sie die Verantwortung wegschieben und das Blaue vom düsteren Himmel versprechen. Nicht mehr ehrlich zu sagen, was ist: Das wäre jedenfalls die ultimative Kapitulation vor der Realität.

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Über den/die Autor:in

Reinhard Steurer

Professor für Klimapolitik, Boku Universität Wien
© Jakob Vegh/BOKU University

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