Krisentagebuch 051: Kündigungswellen rollen

Betriebsrätin Eva mahnt: Es braucht nun entschlossene Betriebsrätinnen und Betriebsräte, und viel mehr von ihnen.
Kündigungswellen rollen über dieses Land, und die Regierung schweigt dazu. Wir dürfen nicht leise werden, wir müssen unsere Rechte, Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, schützen und gut ausbauen. Denn sie sind in Gefahr und man sieht, was vor allem in Betrieben ohne Betriebsrat passiert, wenn einfach mit so oder so Kündigung ausgesprochen wird, vielleicht sogar über Monitore bekanntgegeben wird „Wer darf noch weiter zukünftig in diesem Unternehmen arbeiten oder nicht?“

Es kann nicht sein, dass sich auf der einen Seite Betriebsinhaber die Taschen mit Geld voll packen und auf der anderen Seite Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die schon sehr viele Jahre im Betrieb sind, ihren Job von heute auf morgen verlieren.

Eva, Betriebsrätin

Es kann nicht sein, dass sich auf der einen Seite Betriebsinhaber die Taschen mit Geld voll packen und auf der anderen Seite Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die schon sehr viele Jahre im Betrieb sind, ihren Job von heute auf morgen verlieren. Deshalb ein weiteres Mal ein sehr dringender Aufruf, dass wir uns bitte in den Betrieben organisieren, dass wir Betriebsratsgremien gründen, um dieser Gewalt Einhalt zu gebieten, die sich einseitig aufbaut auf der ArbeitgeberInnen-Seite, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von heute auf morgen auf die Straße gesetzt werden. Die Politik schweigt dazu und umso lauter sollten wir sein, sollten wir aufstehen.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es ganz wichtig, dass wir Betriebsratsgremien gründen, dass wir uns vernetzen, dass wir uns austauschen, dass wir gemeinsam laut sind und für unsere Kolleginnen und Kollegen einfach das Allerallerbeste herausholen. Denn man darf nicht vergessen, es sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auf deren Rücken die Sanktionen und die Maßnahmen hier passieren. Aber es sind auch dieselben Menschen, die eigentlich seit Jahren, Jahrzehnten dafür sorgen, dass dieser Laden so brummt, dass auch die Profite eingefahren werden