Krisentagebuch 013: Was wir künftig besser machen müssen

Was könnten wir nach der Corona-Krise alles besser machen? Gewerkschafterin und Autorin Veronika Bohrn Mena liefert Vorschläge.
Fast alles dreht sich derzeit um die Frage, wie wir wieder zurück zum Status quo kommen. Was wir machen müssen, damit alles wieder so wird, wie es einmal war. Aber ganz ehrlich, warum versuchen wir nicht, Dinge besser zu machen?

Nehmen wir die systemrelevante Berufe. Systemrelevanten Berufe, wie wir wissen, sind Berufe, die nicht unbedingt gut bezahlt sind. Warum sollte das eigentlich nach der Krise so bleiben? Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Supermarkt-Kassiererinnen, Pflegerinnen, Arzthelferinnen, aber auch Ärztinnen selbst – you name it.

Warum sollten wir also nicht jetzt die Gelegenheit nutzen und sagen: Wir verteilen die Arbeit anders, wir verteilen die Löhne anders, und wir regulieren Arbeit wieder sinnvoller..

Veronika Bohrn Mena, Gewerkschafterin und Autorin

Und ist es wirklich klug, dass wir so viele Produktionen in den globalen Süden auslagern, nur weil es dort billiger ist? Ist es wirklich sinnvoll, wenn wir in Europa keine Medikamente produzieren? Ist es wirklich klug, dass jedes Kleidungsstück, das wir tragen, die Baumwolle ursprünglich in Usbekistan geerntet wird, dann die Baumwolle weiter geliefert wird nach Bangladesch oder nach Indien?

Und vieles mehr spricht Veronika im Video an.

Reden wir darüber, was wir verändern wollen. Und sind wir auch so mutig, diese Veränderungen einzufordern. Gemeinsam schaffen wir das.

Über den/die AutorIn

Veronika Bohrn Mena

Veronika Bohrn Mena

Veronika Bohrn Mena ist Autorin des Buches „Die neue ArbeiterInnenklasse – Menschen in prekären Verhältnissen“ und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit prekären Arbeitsverhältnissen, Segmentierungsprozessen und Veränderungen in der Arbeitswelt mitsamt ihren Auswirkungen. Sie ist ausgebildete Fotografin und hat Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien studiert. Seit 2013 arbeitet sie hauptberuflich in der Gewerkschaft GPA-djp in der Interessenvertretung als Expertin für atypische Beschäftigung. Sie war auch die Vorsitzende der Plattform Generation Praktikum und hat sich als Studentin in der ÖH Bundesvertretung engagiert.