Klassenkampf von oben

Dieser Schwerpunkt erschien im Oktober 2018 in der Ausgabe 08/2018 der Arbeit&Wirtschaft.

Bernhard Achitz über die Notwendigkeit, den Arbeitgebern bei den KV-Verhandlungen einen Ausgleich für den 12-Stunden-Tag abzuringen. Außerdem erklärt der Gewerkschafter, warum es bei KV-Verhandlungen auch immer um einen Verteilungskampf geht und wie sich die Gewerkschaft für die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen stark macht.

Interview: Lohnverhandlungen sind immer ein Verteilungskampf

Bernhard Achitz über die Notwendigkeit, den Arbeitgebern bei den KV-Verhandlungen einen Ausgleich für den 12-Stunden-Tag abzuringen. Der Leitende Sekretär des ÖGB erläutert, unter welchen Bedingungen er sich gerne Klassenkämpfer nennen lässt, und spricht über das Spannungsfeld zwischen Kampfmodus und Kompromissfähigkeit.

In der Herbstlohnrunde setzen sich die Gewerkschafter für mehr Lohn für Metaller ein, und fordern Ausgleich, um Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen durch das neue Gesetz zum 12-Stunden-Tag zu kompensieren. Unbezahlte Überstunden und eine Nulllohnrunde sind für die Gewerkschafter nicht akzeptabel.

Reportage: Scharfe Verhandlungen

Länger arbeiten, weniger Mitbestimmung - die Regierung agiert derzeit im Dienste der Arbeitgeber. Unter diesen Voraussetzungen startet die Herbstlohnrunde. Lange und zähe Verhandlungen stehen bevor.

Standards

Standpunkt: Nebelgranaten statt Gerechtigkeit

Es ist geradezu ein Lehrstück, wie die türkis-blaue Regierung Nebelgranaten wirft, um von den eigenen harten Beschlüssen abzulenken. Denn es scheint den Regierungsmitgliedern klar geworden zu sein, dass der von der Wirtschaft bestellte 12-Stunden-Tag bei den Menschen, gelinde gesagt, nicht so gut ankommt.

Historie: Im Alltagskampf

Gewerkschaften sind Kampforganisationen für die Demokratisierung der Wirtschaft, war vor 90 Jahren in "Arbeit und Wirtschaft" zu lesen.

Die Regierung plant eine Umverteilung von unten nach oben. Im unteren Einkommensbereich wird gestrichen, während "oben" Zuckerl verteilt werden. Vermögen von Reichen wird nicht angerührt, die Ersparnisse von Arbeitslosen, die längere Zeit keinen Job finden, hingegen schon.

Verteilung von unten nach oben

Das neue Regierungsprogramm spaltet und polarisiert - auch um den neoliberalen Umbau und die Schwächung der ArbeitnehmerInnenrechte zu verschleiern.