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Längster Schal Österreichs symbolisiert Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Einkommen. Gestrickt wurde für soziale Wärme!
Längster Schal Österreichs: Gestrickt wird für soziale Wärme.

Gegen Kaputtsparen

Veranstaltung

Längster Schal Österreichs symbolisiert Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Einkommen.

Unser Sozialsystem kostet Geld, jeder Mensch muss im Laufe seines Lebens soziale Einrichtungen in Anspruch nehmen. Diese dürfen nicht kaputtgespart werden, sondern müssen ausgebaut werden. Deshalb haben BetriebsrätInnen des privaten Gesundheits- und Sozialbereichs mit 6.427 Metern den längsten Schal Österreichs für soziale Wärme gestrickt.

Lob allein reicht nicht
Ende September marschierten rund 600 TeilnehmerInnen aus allen Bundesländern mit dem Schal vor das Finanzministerium in der Wiener Innenstadt. Unzählige UnterstützerInnen aus dem privaten Sozial- und Gesundheitsbereich in ganz Österreich haben sich an der Aktion beteiligt. In vielen Einrichtungen haben auch die PatientInnen und KlientInnen mitgestrickt. „Es hilft nichts, wenn eure wertvolle Arbeit von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt wird“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Gottfried Winkler. „Einkommen unter dem Durchschnitt, zu wenig Personal, unregelmäßige Arbeitszeiten, körperlich und psychisch hohe Belastung und ständig steigender Arbeitsdruck lösen sich dadurch nicht in Luft auf. Die rigide Sparpolitik in Ländern und Bund muss ein Ende haben, nur so können wir die Arbeitsbedingungen verbessern.“ Der Zugang zu flächendeckender qualitativer Gesundheitsversorgung, Pflege und Betreuung ist für ein gutes Leben von zentraler Bedeutung. In den kommenden Jahren stehen wir in diesem Bereich vor großen Herausforderungen. Es geht darum, durch entsprechende Anpassungen und zusätzliche Investitionen die Qualität der Leistungen zu verbessern und das Angebot vor allem im Bereich der Pflege und Betreuung auszubauen. Es gibt unter den einzelnen Bundesländern in der Leistungshöhe und -dichte große regionale Unterschiede.
Vida und die GPA-djp treten für die Übernahme von Pflege und Betreuung in die Bundeskompetenz ein. Die Bundespolitik muss einheitliche Standards auf hohem Niveau festlegen. Es dürfen keine Mindeststandards sein, sondern ein akzeptables Niveau an Leistungen soll zwingend vorgeschrieben werden.

Aktivierende Maßnahmen
GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian forderte zudem die Stärkung aktivierender Maßnahmen im Rahmen der bedarfsorientierten Mindestsicherung, mit dem Ziel, für Betroffene die existenzsichernde Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu erreichen, anstatt den Anstieg prekärer Arbeitsverhältnisse zu fördern: „Auch das fällt in die Kategorie ,mehr soziale Wärme‘ – es braucht klare Worte und einen engagierten Kampf gegen die Neiddebatte auf dem Rücken der Armen!“

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