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PRO-GE/GPA-djp: Erfolgreiches Freizeit-Modell

Aus AK und Gewerkschaften

Die kollektivvertraglich geregelte Freizeitoption wird von Beschäftigten individuell genützt.

Die sogenannte Freizeitoption wurde von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp erstmals im Jahr 2013 für die ArbeiterInnen und Angestellten im Kollektivvertrag der Elektro- und Elektronikindustrie abgeschlossen. Heuer wurde diese als grundsätzliches Gestaltungsmodell auf zehn Jahre abgeschlossen.
Inzwischen gibt es die Freizeitoption auch für andere Branchen, wie etwa in der Fahrzeugindustrie, in Bergbau und Stahlindustrie sowie in der Papierindustrie. „Die Freizeitoption ist eine innovative Möglichkeit der Arbeitszeitgestaltung. ArbeitnehmerInnen können, ohne ihre Normalarbeitszeit zu verändern, die Jahresarbeitszeit verkürzen. Das macht das Modell für mehr zusätzliche Freizeit so erfolgreich“, sagen Rainer Wimmer (Bundesvorsitzender der PRO-GE) und Karl Proyer (stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp).

Voraussetzung ist der Abschluss einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat. Gibt es eine solche, haben Beschäftigte die Möglichkeit, durch Einzelvereinbarung mit dem Unternehmen in den Genuss der Option zu kommen. Einmal vereinbart, bekommen die Beschäftigten jeden Monat die zusätzliche Freizeit. Den ArbeitnehmerInnen stehen verschiedene Wahlmöglichkeiten für den Verbrauch zur Verfügung: für die Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit, für die Verlängerung des Urlaubs oder aber auch als Ansparmodell für längere Freizeitphasen. „Beschäftigte haben so die individuelle Möglichkeit, ihre Arbeitszeit und damit auch ihre Arbeitsbelastung zu verringern“, betonen Wimmer und Proyer.


Untersuchungen der Arbeiterkammer zeigen, dass die Freizeitoption positive Effekte auf die Beschäftigung hat. Sie kann zudem positive gesellschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen haben, etwa bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder für eine Umverteilung der Lebensarbeitszeit. „Es gibt eine Reihe von Handlungsfeldern, um Arbeit so umzuverteilen, dass einerseits die Work-Life-Balance der Beschäftigten verbessert werden kann und andererseits mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können – auch die Freizeitoption gehört dazu“, sagen Wimmer und Proyer.


„Die Freizeitoption ist freiwillig und braucht noch Zeit, sich durchzusetzen. Aber die Auswirkungen auf Beschäftigung und Gesundheit werden jedes Jahr deutlicher zu sehen sein. Daher ist die Freizeitoption auch für viele andere Bereiche und Branchen interessant und wird daher auch Thema bei den Herbstlohnrunden sein“, sagen Wimmer und Proyer.
Mehr Infos unter:
www.proge.at bzw. www.gpa-djp.at

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