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Neues aus der SOZAK

Projekte als Hilfestellungen

Neues aus der SOZAK

Georg Sever, Mitglied der Lehrgangsleitung der SOZAK, erzählt über die größte Herausforderung der SOZAK-TeilnehmerInnen: die Projektarbeiten.

Wer hat die Projektarbeiten eigentlich „erfunden“?
Die SOZAK-Projektarbeiten gibt es seit 1986/87 als Teil des pädagogischen Konzepts des damaligen SOZAK-Leiters Norbert Kutalek. Die erste Projektarbeit, die auch als Broschüre gebunden und einer breiten gewerkschaftlichen und betriebsrätlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, hatte das Thema „Neue Technologien. Nicht ohne uns – Leitfaden für Betriebsräte“. Sie wurde von Adolf Buchbauer, Henry Helbig, Ingrid Neulinger und Rudolf Steindl aus dem 38. SOZAK-Jahrgang (1986/1987) verfasst.

Was ist die Ursprungsidee?
Die SOZAK-TeilnehmerInnen sollen fächerübergreifend, praxisbezogen und selbstständig über eine gewerkschaftliche Problemstellung arbeiten. Dabei sollen Leitfäden erarbeitet und Lösungsvorschläge präsentiert sowie Tipps und Tricks für ArbeitnehmervertreterInnen aufgezeigt werden. Diese Ursprungsidee ist nach wie vor relevant.

Wie kommen sie zu ihren Themen?
Die SOZAK-Lehrgangsleitung spricht zunächst mit den BildungssekretärInnen der Gewerkschaften, mit welchen Themen und Herausforderungen die Gewerkschaften und BetriebsrätInnen momentan konfrontiert sind. Danach wird überlegt, ob eine Bearbeitung des jeweiligen Themas sinnvoll ist bzw. welche Aspekte BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen Hilfestellungen liefern könnten.
Auch die SOZAK-TeilnehmerInnen, die ja alle BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen sind und mit der betriebsrätlichen Praxis vertraut sind, haben natürlich die Möglichkeit, selbst Themenvorschläge einzubringen. Diese Vorschläge werden von der Lehrgangsleitung auf die gewerkschaftspolitische Relevanz hin geprüft bzw. ob ein solches Thema bereits in den vorangegangenen Jahren bearbeitet wurde.
Welche Themen schlussendlich behandelt werden, entscheiden die TeilnehmerInnen selbst. Wichtig ist vor allem die Anbindung an die gewerkschaftliche und betriebsrätliche Praxis sowie die Verwendbarkeit. Es sollen ja nicht Projektarbeiten „für die Schublade“ erarbeitet und produziert werden.
 
Was passiert mit den fertigen Projektarbeiten?
Sie werden ArbeitnehmervertreterInnen zur Verfügung gestellt, damit diese sie für ihre Tätigkeit nutzen können. Die Projektarbeit „In Arbeit geeint – Ein Beitrag zum zielgruppenorientierten Dialog am Beispiel türkeistämmiger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anhand spezifischer Fragestellungen“ wurde aufgrund der großen Nachfrage von BetriebsrätInnen und Gewerkschaften  sogar in Buchform herausgegeben und ist seither im Buchhandel erhältlich.

Sie betreuen die Projektarbeiten seit 2010. Was ist Ihnen aufgefallen im Laufe der Zeit?
In den letzten Jahren hat eine zunehmende Professionalisierung stattgefunden. Das hat auch dazu geführt, dass die Gewerkschaften vermehrt Themenvorschläge einbringen, da sie sehr an den Ergebnissen und Lösungsvorschlägen der SOZAK-TeilnehmerInnen interessiert sind. In den letzten Jahren finden sie zudem auch verstärkt Anwendung in der Praxis.
Zu betonen ist, dass es mittlerweile gerade bei den Projektarbeiten auch eine länderübergreifende Kooperation mit der Europäischen Akademie der Arbeit in Frankfurt gibt. Dadurch entstehen grenzüberschreitende Projektarbeiten, die sowohl in Österreich als auch in Deutschland praktische Verwendung finden.

Wir danken für das Gespräch.

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