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vida: Gottfried Winkler zum Vorsitzenden gewšhlt

Aus AK und Gewerkschaften

Beim 3. vida-Gewerkschaftstag ein neues Grundsatzprogramm und eine neue Struktur beschlossen.

Vom 4. bis 6. November fand der 3. Gewerkschaftstag der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida statt. Dabei wurde von den rund 500 Delegierten ein neues Grundsatzprogramm beschlossen. „Wir haben nicht nur die personellen Weichen gestellt, sondern mit unserem neuen vida-Grundsatzprogramm auch inhaltliche Vorgaben beschlossen. Mit diesem Programm wollen wir unser politisches Profil schärfen und wichtige gewerkschaftspolitische Akzente setzen“, betonte der mit 91,39 Prozent gewählte vida-Vorsitzende Gottfried Winkler. „Wir begnügen uns aber nicht mit Forderungen, sondern wollen uns beim nächsten Gewerkschaftstag in fünf Jahren an konkreten Zielen messen lassen“, kündigte der vida-Vorsitzende Winkler an. Als Beispiele nannte er die Senkung der Lohnsteuer, den Rechtsanspruch auf Pflegekarenz oder die verpflichtende Verankerung von Qualitäts- und Sozialkriterien in Ausschreibungen.
Die vida setze sich neben einem fairen Steuer- und Abgabensystem und 1.500 Euro Mindestlohn für alle vida-Branchen auch weiterhin für einen starken Sozialstaat ein, so Winkler.

Um die Umsetzung schlagkräftig voranzutreiben, wurde auch die interne Struktur der Gewerkschaft verändert. Die vida ist künftig in acht Fachbereiche unterteilt: Dienstleistungen, Eisenbahn, Gebäudemanagement, Gesundheit, Luft- und Schiffverkehr, Soziale Dienste, Straße, Tourismus. „In jedem dieser Fachbereiche arbeiten engagierte FunktionärInnen und Beschäftigte der vida zusammen und gestalten aktiv die Arbeitswelt mit. Dazu gehören KV-Verhandlungen genauso wie die Zusammenarbeit mit Bündnis- und Sozialpartnern oder die Einbringung in Gesetzgebungsprozesse“, erläuterte Winkler. Die neue Struktur wurde von den Delegierten einstimmig beschlossen.
Im Rahmen des vida-Gewerkschaftstages hielt der Soziologe, Politiker und Autor Jean Ziegler ein Impulsreferat zum Thema „Kampf gegen die absurde Weltordnung – Verteilungsgerechtigkeit“. „Wir leben in einer Welt, in der das Kapital wütet. Die 500 größten Konzerne kontrollierten im letzten Jahr 52,8 Prozent des Weltbruttosozialprodukts“, berichtete Ziegler und machte deutlich: „Während die Profitmaximierung voranschreitet, wachsen im Süden die durch Hunger entstandenen Leichenberge weiter an. Dieses kannibalische System aus struktureller Gewalt muss gebrochen werden.“

Mehr Infos unter:
gewerkschaftstag.vida.at

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