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Die meistgelesenen Beiträge der letzten 30 Tage:

  • Ja zu Vermögenssteuern
  • Duales System als Vorbild
  • Kontraproduktiver Lohndruck
  • Mehr Vielfalt an Unis!

Ja zu Vermögenssteuern

Die Debatte, ob Steuerreform ja oder nein, ist voll im Gange, die Aufstellung entlang der wirtschaftlichen Interessen hat schon stattgefunden. Franz Gall analysiert in seinem Beitrag die Argumentation der „Wirtschaftskapitäne“, dass die hohe Abgabenlast dem Standort Österreich schadet. Er zeigt dabei eindrucksvoll, wie günstig die Gewinnbesteuerung in Österreich in Wirklichkeit ist. So kamen in Österreich 2012 5,2 Prozent aller Steuereinnahmen von Gewinnen, der OECD-Schnitt lag mit 8,6 Prozent deutlich höher. Auch die Bankenabgabe wurde gerechtfertigterweise eingeführt, weil die Banken ab 2008 den Staatshaushalt durch die Bankenrettungspakete besonders belasteten. Netto kosteten die Bankenhilfen von 2008 bis April 2013 ganze sieben Milliarden Euro.

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http://blog.arbeit-wirtschaft.at/die-wirtschaftskapitaene-und-die-steuern/

Miriam Rehm befasst sich mit den Angriffen auf jenes Buch, das sich anschickt, die Wirtschaftswissenschaft zu verändern. Thomas Piketty stellt in „Kapital im 21. Jahrhundert“ fest, dass sich die europäischen Länder zunehmend zu einer Gesellschaft wie zu Zeiten der Monarchie entwickeln. Eine winzige Gruppe von Erbaristokratinnen und -aristokraten hielt im 19. Jahrhundert extrem hohe Anteile am Vermögen. Selbst die höchsten Einkommen aus Arbeit konnten nicht den Lebensstil garantieren, den ererbtes Vermögen manchen ermöglichte. Piketty untersucht vor allem europäische Länder, zum Beispiel Frankreich, Großbritannien oder Deutschland. Er weist nach, dass es auch heute langfristige, strukturelle Verschiebungen hin zu Vermögenden gibt. Die Forderung ist also aufrecht: Vermögenssteuern sind der richtige Weg.

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http://blog.arbeit-wirtschaft.at/attacke-piketty/

Duales System als Vorbild

Das österreichische Modell der dualen Ausbildung bzw. der Ausbildungsgarantie steht im Zentrum des Beitrages von Silvia Hofbauer, Edith Kugi-Mazza und Lisa Sinowatz. Dieses ist mittlerweile zu einem international diskutierten Good-Practice-Beispiel avanciert. Trotz dieser Entwicklung lagen zur volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nachhaltigkeit bislang keine detaillierteren Forschungen vor. Im Rahmen von Modellberechnungen wurde nun versucht, diese Lücke zu schließen. Unter Berücksichtigung empirischer Datenlage wurde berechnet, welche Einnahmen die öffentliche Hand mittelfristig durch die zusätzliche und bessere Beschäftigung der Jugendlichen nach erfolgter Ausbildung hat. Das positive Ergebnis: Im Idealfall liegt die Höhe der Rückflüsse bereits nach fünf Jahren über den Kosten. Selbst in einem pessimistischen Szenario rechnet sich die Investition nach sieben Jahren.

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http://blog.arbeit-wirtschaft.at/erfolgsmodell-ueberbetriebliche-ausbildung-warum-sich-investitionen-lohnen-fuer-jugendliche-und-den-staat/

Kontraproduktiver Lohndruck

Am Beispiel Spanien stellt Nacho Álvarez (Bearbeitung Georg Feigl) dar, wie die politischen Eliten das Machtungleichgewicht in der Krise dazu nützen, Druck auf die Löhne zu erzeugen. Die Frage, ob diese Strategie ihre Ziele in Spanien erfüllt hat, verneint Álvarez. Zwar sanken zwischen 2010 und 2013 die Nominallöhne in Relation zur realen Wirtschaftsleistung um fünf Prozent. Diese angebliche Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit war aber in Wirklichkeit auf den starken Rückgang der Nachfrage im Inland zurückzuführen, die zwangsläufig eine verstärkte Orientierung auf externe Märkte bewirkt. Und selbst wenn die Senkung der Lohnstückkosten das Exportwachstum direkt verstärkt hätte, hätte dieser Effekt nicht den Rückgang in der Inlandsnachfrage ausgleichen können. Löhne bestimmen eben nicht nur die Produktionskosten, sondern auch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Das bewirkt, dass die Lohnkürzungspolitik das Wachstum untergräbt und den Ausweg aus der Krise verhindert.

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http://blog.arbeit-wirtschaft.at/lohnkonkurrenz-als-ausweg-aus-der-krise/

Mehr Vielfalt an Unis!

Anfang Mai wurde ein Manifest für mehr Vielfalt in der Wirtschaftswissenschaft von einem Zusammenschluss aus über 40 Studierendengruppierungen aus 19 Ländern veröffentlicht, um sich gegen die neoklassische Vorherrschaft an den Unis zu wehren. Die Gesellschaft für Plurale Ökonomik Wien ist Teil dieser Initiative. Auch Peter Mooslechner, Direktor der Österreichischen Nationalbank, unterstützt die Initiative: „Viele Aspekte der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise haben gezeigt, dass es neuer, innovativer und methodisch breiterer Ansätze in den Wirtschaftswissenschaften bedarf, um eine relevante Wirtschaftspolitik entsprechend zu fundieren. Dafür ist es entscheidend, dass Volkswirtschaftslehre fundamental als multiparadigmatische Wissenschaft verstanden, gelehrt und ‚gelebt‘ wird.“

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http://blog.arbeit-wirtschaft.at/der-aufstand-der-wirtschaftsstudierenden/

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