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Der blog.arbeit-wirtschaft.at ergšnzt die Printausgabe der "A&W" als digitales Informationsforum.

Die meistgelesenen Beiträge der letzten 30 Tage:

  • Ist Arbeit zu teuer?
  • Braindrain in Österreich?
  • Arbeit heute: Raues Betriebsklima, hoher Zeitdruck

Ist Arbeit zu teuer?

Bettina Csoka zeigt im meistgelesenen Beitrag der letzten 30 Tage auf, wie der in Wirtschaftskreisen vorherrschende isolierte Blick auf die Höhe der Arbeitskosten zu kurzsichtigen Lohnsenkungsfantasien führt. Sie betont, dass nicht die Höhe der Löhne, sondern das Ausmaß der Löhne an der realen Wertschöpfung (= Lohnstückkosten) für internationale Vergleiche relevant ist. Nicht die gesamte Wirtschaft muss sich international messen, sondern vor allem die Produktion, weil eben Güter internationale Absatzfähigkeit suchen – im Gegensatz etwa zu Dienstleistungen, die mit Ausnahme von Grenzregionen keinem internationalen Wettbewerb unterliegen. Ein weiterer Fokus des Artikels liegt auf den Lohnnebenkosten: In Österreich überschreitet der Lohnnebenkostenanteil (26,7 Prozent) an den gesamten Arbeitskosten den Wert im Euroraum leicht. Dass dieser in Dänemark (12,4 Prozent) und Großbritannien (15 Prozent) niedriger ist, liegt an der unterschiedlichen Finanzierungsstruktur sozialer Sicherheit. Während die „Sozialschutz“-Einnahmen in Österreich zu knapp zwei Dritteln aus Sozialbeiträgen und zu rund einem Drittel aus Steuern stammen, kommen in Dänemark drei Viertel aus Steuern und nur knapp ein Viertel stammt aus Sozialbeiträgen. Die Sozialversicherungsbeiträge helfen, die wichtigsten Risiken des Lebens abzusichern: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter und Unfall. Weniger Lohnnebenkosten bedeuten also weniger Einkommen, weniger bezahlte Freizeit und weniger soziale Sicherheit.

Lesen Sie mehr: tinyurl.com/khsme6n

BrainDrain in Österreich?

Diplomvolkswirt Klemens Himpele beschäftigt sich mit der von in- und ausländischen Medien gestellten Frage, ob es in Österreich in den nächsten Jahren vermehrt zu einem Braindrain, sprich zu einer Abwanderung der „geistigen Elite“ kommen wird. Insbesondere die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) folgert, dass „überbordende Regulierungswut“ oder zu hohe Steuern schuld daran wären. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass es in Österreich vielmehr einen „Braingain“ gibt, also eine Nettozuwanderung gut ausgebildeter Menschen. Besonders der Umgang mit den Datenquellen in der NZZ ärgert Himpele: Es wurden z. B. nur Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft berücksichtigt. Auch wandern bei Weitem nicht nur Hochqualifizierte ab. Unterstellt, dass nach Österreich immigrierte AusländerInnen ein „Brain“ haben, kann man nun ziemlich gesichert davon ausgehen, dass Österreich eher aufseiten der GewinnerInnen der Migration Hochqualifizierter zu finden ist: Der Bildungsstand der AusländerInnen in Österreich hat sich allein zwischen 2004 und 2013 erheblich verändert, wie eine Auswertung der Statistik Austria zeigt. Himpele resümiert, dass die Debatte zum Braindrain zudem deshalb so gefährlich sei, weil sie auch im Bereich der Bildung und der Integration den Blick auf die Realitäten verstellt.

Lesen Sie mehr: tinyurl.com/mlmlewu

Arbeit heute: Raues Betriebsklima, hoher Zeitdruck

Das Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) führt jährlich eine Befragung unter allen Betriebsratsvorsitzenden in Oberösterreich zu Veränderungen, Zufriedenheit und Problemen in der Arbeitswelt durch, schreibt Laura Kepplinger. Die Themen, mit denen sich Betriebsrätinnen und Betriebsräte beschäftigen, zeigen indirekt den Anstieg des Drucks auf die ArbeitnehmerInnen. An erster Stelle rangiert die betriebliche Gesundheitsförderung, gefolgt vom ArbeitnehmerInnenschutz sowie von der Erhöhung des innerbetrieblichen Leistungsdrucks und der Verschlechterung des Betriebsklimas. Ziel war es, herauszufinden, ob und wie die Unternehmensstrategie und -führung die tägliche Arbeit der Beschäftigten beeinflusst. Drei Viertel der Befragten geben an, dass die Arbeit in ihrem Betrieb durch Controlling und eine hohe Kennziffernorientierung (68 Prozent) geprägt ist. Gleichzeitig ist ein Großteil der Beschäftigten laut Einschätzung der Betriebsrätinnen und Betriebsräte stolz darauf, in ihrem Betrieb zu arbeiten (69 Prozent). Gerade die emotionale Bindung an den Betrieb, auch trotz widriger Arbeitsbedingungen, deutet auf die Wichtigkeit von Arbeit in der Selbstdefinition der Menschen hin. Umso bedenklicher: Das Klima in den Betrieben wird rauer. Und die ArbeitnehmerInnen leiden darunter. Das Recht auf gute Arbeit ist ein Grund- bzw. Menschenrecht. Somit schlussfolgert die Autorin, dass gute Arbeit bzw. „befriedigende Arbeitsbedingungen“ nicht als „Soft“-Forderung oder „Wohlstandsproblem“ abgetan werden können, sondern dass Arbeit zu haben, die gerne verrichtet wird, ein Fundament einer guten Arbeitsgesellschaft ist.

Lesen Sie mehr: tinyurl.com/kdvqngy

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