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ÖGB: Gleiche Bildungschancen für alle

Aus AK und Gewerkschaften

Die Sozialpartner fordern, dass alle SchülerInnen zumindest den Pflichtschulabschluss erreichen sollen.

„Wir brauchen einen Paradigmenwechsel“, sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar. „Im Großen und Ganzen haben wir ein gutes Schulsystem, aber wir müssen morgen besser sein.“ Bildung ist abhängig – nicht von der Begabung, sondern vom Geld der Familie und von der Bildung der Eltern. Die Sozialpartner wollen eingreifen: Unter dem Motto „Bildungsfundamente“ haben sie eine tief greifende Reform des gesamten Bildungssystems entworfen – das Ziel: gleiche Bildungschancen für alle, optimale Förderung und Unterstützung bei der Bildungs- und Berufswahl. Allgemeinbildung und Berufsbildung müssen gleichgestellt werden, ebenso wie die Schulbildung mit der dualen Berufsbildung. Bei letzterer gilt es, die Qualität zu erhöhen und zu kontrollieren.
Die Sozialpartner sehen vor, dass die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg, also die Wahl zwischen Lehre, berufsbildender Schule und AHS, erst mit 15 Jahren getroffen werden muss. „Sämtliche weiterführenden Ausbildungen und Schulen sollen erst nach einem neu gestalteten neunten Schuljahr beginnen“, sagte AK-Präsident Herbert Tumpel. Ziel der neun gemeinsamen Schuljahre sei es, dass alle Kinder einheitliche, gemeinsame Bildungsziele erreichen. Die Schulpflicht endet aber nicht einfach, wenn die SchülerInnen ihre neun Jahre abgesessen haben, sondern erst, wenn sie bestimmte Bildungsziele erreicht haben. Dafür sollen sie bis zu elf Jahre Zeit haben. Foglar: „Wesentlich ist der Pflichtschulabschluss und nicht, ob man neun Pflichtschuljahre absolviert.“
Ein weiterer Kernpunkt: „Möglichst früh ansetzen – mit einem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr, weil das eines der wichtigsten Fundamente für die Kinder und Jugendlichen ist.“ Auch die Lehre mit Matura müsse weiterentwickelt werden, das erhöhe die Chancen der Jugendlichen. Das kostenlose Nachholen von Pflichtschulabschlüssen sei wichtig, um lebenslanges Lernen zu ermöglichen, denn das würde ebenso die Möglichkeiten am Arbeitsmarkt und die Chancen im Leben verbessern.
Und zur Lehrlingsausbildung meint Foglar: „Wir sind sehr gut, haben hervorragende Facharbeiter, es gilt aber auch hier: Wir können besser sein.“ In manchen Branchen sei die Durchfallquote zu hoch oder zu wenig Lehrlinge würden zur Abschlussprüfung antreten. „Hier muss man schon vorher eingreifen und die Betriebe und Lehrlinge unterstützen und beraten.“
Mit der Bildungsreform muss rasch begonnen werden. Der erste erfasste Jahrgang könnte bereits im Schuljahr 2014/15 in die Volksschulen starten.

Die Eckpunkte:
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