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Frisch gebloggt

www.awblog.at

awblog.at ist die digitale Ergšnzung zur Printausgabe der "Arbeit&Wirtschaft". Frisch gebloggt zeigt einige Highlights, die kŁrzlich online zu lesen waren.

Mit vereinten Kräften
Tobias Hinterseer

Der österreichische Korporatismus der Zweiten Republik versteht die Gesellschaft als Gebilde aus sozialen Gruppen oder Klassen. Im Gegensatz zur klassischen liberalen Theorie: Diese unterstellt, dass eine Gesellschaft aus freien Individuen besteht, die alle die gleichen Chancen vorfinden – in der Gesellschaft wie auf dem Markt. Die aktuellen Angriffe auf Sozialpartnerschaft, Selbstverwaltung und die gesetzliche AK-Mitgliedschaft werden in diesem Sinne als Befreiung von Zwang und ein Mehr an Demokratie und Vielfalt verkauft. Tatsächlich geht es aber um eine Zersplitterung organisierter kollektiver Interessen, um die Durchsetzung einzelner, elitärer Anliegen zu erleichtern. Denn nicht jedes Individuum und jede Gruppe hat dieselben Chancen, eigene Bedürfnisse zu vertreten. Eine begrenzte Anzahl von Verbänden bündelt jedoch die Interessen unterschiedlicher Gruppen. Erst das ermöglicht, dass auch Minderheiten oder benachteiligte Gruppen ihre Interessen gegenüber den Starken und Mächtigen wahren können.
Lesen Sie mehr: awblog.at/pluralismus-und-korporatismus/

Der Kampf um die Wahrheit
Lena Karasz

Neoliberale Thinktanks konnten ihren Einflussbereich in den letzten Jahren erheblich erweitern. Auch hierzulande treten sie immer öfter in Erscheinung, etwa wenn es um eine vermeintliche Unfinanzierbarkeit des Sozialstaats geht. Sie sind bestens mit finanzkräftigen Privaten und Wirtschaftsverbänden vernetzt, dennoch verkaufen sie die Ergebnisse ihrer interessengeleiteten Forschung als objektiv. Auch die Zunahme von drittmittelfinanzierten Forschungsaufträgen an den Universitäten sollte Gegenstand einer breiteren Debatte über die Finanzierung und Kontrolle von Forschung sein. Die Forderung nach öffentlicher Forschungsfinanzierung allein bietet dabei freilich auch keine Garantie für Objektivität. Worum es geht, ist die grundsätzliche Autorität von Wissenschaft in der medialen Öffentlichkeit. Das gilt nicht zuletzt in einer Gegenwart, in der Fake News die faktenbasierte Auseinandersetzung als Grundlage jedes sozialen Ausgleichs zunehmend bedrohen.
Lesen Sie mehr: awblog.at/wissenschaft-und-macht/

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