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GBH: "Kräfte bündeln"

Aus AK und Gewerkschaften

Lohn- und Sozialdumping ist gerade in der Baubranche übermäßig häufig. Bau-Holz-Chef Muchitsch: Müssen gemeinsam gegen die Spaltung der ArbeitnehmerInnen vorgehen.

Gerade die Baubranche ist übermäßig von Lohn- und Sozialdumping betroffen. Die Folgen daraus treffen nicht nur österreichische ArbeitnehmerInnen und jene aus EU-Ländern, sondern auch undokumentiert Arbeitende. „Umso wichtiger ist die Arbeit der UNDOK-Anlaufstelle, die gerade diese eine Gruppe unterstützt, die am stärksten von Ausbeutung betroffen ist“, betonte Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, bei einer Veranstaltung Ende Februar in Wien.
Unter dem Titel „Sie haben das Land mit aufgebaut“ gaben ExpertInnen einen Einblick in die Arbeitsausbeutung in der Bauwirtschaft und den Kampf dagegen. „Es braucht eine Bündelung der Kräfte von Gewerkschaften, ArchitektInnen, TechnikerInnen, zivilgesellschaftlichen Initiativen wie Selbstorganisationen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und gemeinsam gegen das Gegeneinander-Ausspielen von ArbeitnehmerInnen vorzugehen“, so Muchitsch.
Marica Guldimann von der UNDOK-Anlaufstelle wies darauf hin, dass undokumentierte Arbeit in nahezu allen Branchen stattfindet und dass es der Anlaufstelle vor allem darum geht, betroffene KollegInnen im Sinne ihres Empowerments zu unterstützen. Der Anteil an Frauen, die die Anlaufstelle aufsuchen, sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen, ergänzte Guldimann.
Die beiden Betriebsräte Christian Sambs und Dagistan Özdemir sowie Christian Ringseis, Sekretär bei der Gewerkschaft Bau-Holz Wien, berichteten von ihren Erfahrungen auf Baustellen. Sie wiesen darauf hin, wie in der Baubranche durch die Aufträge an Sub- und Subsubunternehmen ein Verdrängungswettbewerb stattfindet und dadurch das Lohnniveau sowie arbeits- und sozialrechtliche Standards nach unten gedrückt werden. Davon wäre insbesondere der Neubausektor betroffen, hier wären viel stärkere Kontrollen und auch Solidarität unter ArbeitnehmerInnen notwendig. „Denn VerliererInnen dabei sind immer alle ArbeitnehmerInnen“, so Sambs, Betriebsratsvorsitzender der Firma HAZET.
Mehr Info: tinyurl.com/y7qfzvnv

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