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AK/Gewerkschaften: Meilenstein für ArbeiterInnen

Aus AK und Gewerkschaften

Breite Zustimmung zur Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten sowie das Aus für Internatskosten der BerufsschülerInnen.

VertreterInnen von Arbeiterkammer und Gewerkschaften sparten nicht mit großen Worten, um die Angleichung der Rechte von ArbeiterInnen und Angestellten zu kommentieren. „Das ist ein Meilenstein für alle Arbeiterinnen und Arbeiter, die bisher vor allem bei den Kündigungsbestimmungen und Dienstverhinderungsgründen benachteiligt waren. Das ist nun endlich Geschichte“, freute sich Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE. Endlich sei die Abschaffung der Zwei-Klassen-Arbeitnehmerschaft gelungen, so Wimmer. Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp, erklärte: „Der 12. Oktober 2017 ist ein guter Tag für die ArbeitnehmerInnen, die aktuellen Beschlüsse des Nationalrats bringen ein Stück mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt.“ AK-Präsident Rudi Kaske betonte: „Es ist ein großer Schritt, dass die Diskriminierungen von verschiedenen Gruppen von ArbeitnehmerInnen endlich abgeschafft werden.“
Bei Kündigungen haben ArbeiterInnen in Zukunft dieselben, längeren Kündigungsfristen wie Angestellte und hinsichtlich der Dienstverhinderungsgründe sind sie nicht mehr schlechtergestellt. Das heißt zum Beispiel, dass auch ArbeiterInnen künftig die versäumte Arbeitszeit, wenn ein wichtiger persönlicher Grund vorliegt, bezahlt bekommen. „Benachteiligungen sind hier nicht mehr zulässig. Es war höchste Zeit, diese Bestimmungen zu reformieren und für mehr Fairness und Gerechtigkeit zu sorgen“, so Wimmer.

Von der Gleichstellung der ArbeiterInnen und Angestellten werden rund 3,5 Millionen Beschäftigte profitieren, zwei Millionen davon sind Angestellte, so Katzian: „Das bedeutet für sie beispielsweise Verbesserungen bei der Entgeltfortzahlung.“ Der Widerstand der Arbeitgeber in dieser Frage ist für den Vorsitzenden der GPA-djp nicht nachvollziehbar: „Längere Übergangsfristen ermöglichen es den Unternehmen, sich auf die neuen Regelungen optimal vorzubereiten.“
Auch die Übernahme der Internatskosten für BerufsschülerInnen sei ein großartiger Erfolg der Gewerkschaftsjugend, erinnert Katzian an die Aktion „Zimmer statt Zelt“. „Die Kosten für das Berufsschulinternat betragen bis zu 900 Euro jährlich. Nicht alle Lehrlinge haben das Glück, in einer Branche ausgebildet zu werden, für die der Kollektivvertrag bereits die Übernahme dieser Kosten durch den Arbeitgeber regelt. Dieser Beschluss bedeutet eine große Entlastung für viele Jugendliche, aber auch für deren Eltern!“

Mehr Info: tinyurl.com/yc8nahzf

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