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GPA-djp: Mehr für Teilzeitarbeitende

Aus AK und Gewerkschaften

Auszahlung des Zuschlages von 50 Prozent bereits ab der ersten Mehrarbeitsstunde.

„Jede Statistik beweist es: Immer mehr Vollzeitstellen werden durch Teilzeitarbeitsplätze ersetzt, davon sind vor allem Frauen betroffen. Vielleicht nicht alle, aber viele von ihnen würden lieber in Vollzeit arbeiten. Teilzeit bedeutet weniger Gehalt und damit weniger Pension“, erklärt Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp. Eine der Optionen, um Altersarmut bei Frauen zu verhindern, die lange in Teilzeit beschäftigt waren, sei die Verdoppelung des Mehrstundenzuschlags auf 50 Prozent, wie dies Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner in die Diskussion eingebracht hat.
GPA-djp-Bundesfrauenvorsitzende Ilse Fetik ergänzt: „Wir müssen aber auch der Tatsache ins Auge blicken, dass viele Teilzeitbeschäftigte nicht einmal den derzeit gesetzlich vorgesehenen Zuschlag von 25 Prozent erhalten, da es einen Durchrechnungszeitraum von mehreren Monaten gibt und statt des Geldzuschlages oft auch dann Zeitausgleich anfällt, wenn MitarbeiterInnen lieber die Auszahlung haben wollen.“
Von der Tatsache, dass rund ein Viertel der geleisteten Überstunden in Österreich nicht bezahlt werden, seien Teilzeitbeschäftigte besonders betroffen. „Daher ist neben einer Erhöhung des Zuschlages auch die Auszahlung ab der ersten geleisteten Überstunde essenziell“, so Fetik.

Für eine Verkäuferin mit einem Arbeitsvertrag über 20 Wochenstunden, die tatsächlich aber regelmäßig 30 Wochenstunden arbeitet, würde die Angleichung auf den Überstundenzuschlag ein Gehaltsplus von circa 17 Prozent bedeuten, erklärt Katzian: „Dieses reale Beispiel aus einer Branche, in der 63 Prozent der 400.000 Angestellten Frauen sind, beweist die Richtigkeit der Forderung eindrucksvoll.
Aber auch abseits des Handels ist der Handlungsbedarf mit einer Teilzeitquote von 48 Prozent für alle Branchen in Österreich groß – jede zweite dieser Beschäftigten würde mit der Verdoppelung des Überstundenzuschlags gewinnen!“
80 Prozent der knapp 1,1 Millionen Teilzeitbeschäftigten in Österreich sind Frauen. Teilzeitbeschäftigung reduziert das Einkommen und senkt damit auch die Pensionshöhe. Frauen sind somit stärker von Altersarmut bedroht. „Die Erhöhung der Einkommen der Teilzeitbeschäftigten durch eine Abgeltung der Mehrarbeitsleistung ist ein wichtiger Baustein, um die Einkommenssituation von Frauen zu verbessern“, so Fetik.

GPA-djp zu Gleichstellung:
tinyurl.com/y8xtbbzz

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