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AK: Keine Einbahnstraße!

Aus AK und Gewerkschaften

Neue Arbeitszeitmodelle müssen allen etwas bringen.

Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung für 2017/18 steht: Die Bundesregierung arbeitet gemeinsam mit den Sozialpartnern an der Lösung der Frage der Flexibilisierung der Arbeitszeit unter Berücksichtigung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeber.
Aus diesem Auftrag geht klar hervor, dass eine Neuregelung sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die der Arbeitgeber berücksichtigen muss. Dies deckt sich mit der klaren Haltung der ArbeitnehmerInnenvertretungen: Arbeitszeitflexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein. „Die bislang bekannten Forderungen von Wirtschaft und Industrie lassen bei uns aber die Alarmglocken läuten“, erklärten Rudi Kaske, Präsident der AK Wien, und Markus Wieser, Präsident der AK Niederösterreich. „Diese legen für uns den Verdacht nahe, dass die Interessen der Beschäftigten nur ungenügend berücksichtigt werden sollen.“
Die scheinbaren Patentrezepte der Wirtschaft bedeuten übersetzt: flexibler arbeiten für weniger Geld – länger arbeiten am Tag, länger arbeiten in der Woche, Abgeltung in Zeitausgleich ohne Überstundenzuschläge. Die Arbeit soll somit für die Arbeitgeber billiger werden, und die Flexibilisierung soll anscheinend rein nach betrieblichen Interessen erfolgen – ohne Rücksicht auf Erholungsphasen, Familienleben oder Freizeitgestaltung. Dabei kann in Österreich bereits sehr flexibel gearbeitet werden – und dies wird auch in Anspruch genommen. „Uns ist nicht bekannt, dass auch nur ein Auftrag aus Gründen mangelnder Arbeitszeitflexibilität nicht abgearbeitet werden konnte. Kollektivverträge werden so wie bisher auch in Zukunft branchenspezifische Problemlagen berücksichtigen und darauf achten, dass entsprechende Spielräume gestaltet werden.
Die Wirtschaft will sich in Wirklichkeit unter der Bezeichnung der Flexibilisierung die Zuschläge sparen. Eines ist klar, für uns gilt: Zeit ist Geld und eine Überstunde ist eine Überstunde und darf nicht automatisch zu Normalarbeitszeit werden“, halten Kaske und Wieser fest.
Mehr unter: tinyurl.com/k8a8wgh

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