topimage
Arbeit&Wirtschaft
Arbeit & Wirtschaft
Blog
Facebook
Twitter
Suche
Abonnement
http://www.arbeiterkammer.at/
http://www.oegb.at/
Verschicken Sie eine E-Card!
blog.arbeit-wirtschaft.at

Frisch gebloggt

blog.arbeit-wirtschaft.at

Der blog.arbeit-wirtschaft.at ist die digitale Ergšnzung zur Printausgabe der "A&W". Frisch gebloggt zeigt einige Highlights, die kŁrzlich online zu lesen waren.

Die Artikel in voller Länge sowie jede Menge anderer spannender Debattenbeiträge finden Sie unter blog.arbeit-wirtschaft.at.

Hier einige besonders lesenswerte Beiträge:

  • Warum Geld umverteilen allein keinen Systemwandel ermöglicht (Andreas Novy)
  • Europaweite Stärkung der Kollektivvertragssysteme gefragt (Thorsten Schulten, Guy Van Gyes und Torsten Müller)
  • Gentrifizierung in Wien? Eine Annäherung (Katharina Hammer und Judith Wittrich)

Geld ist nicht alles: Beispiel Brasilien
In der brasilianischen Sozialpolitik wurde zuletzt vor allem ein Konzept zur Armutsbekämpfung umgesetzt, das auch die neoliberal dominierte Weltbank forciert: an Bedingungen geknüpfte Geldleistungen (Conditional Cash Transfers). So bekommen über das Programm Bolsa Familia über 13 Millionen arme Familien Unterstützung. Hunger und extreme Armut wurden bekämpft und die Teilhabe der Armen am Massenkonsum ermöglicht.
Beim Aufbau neuer Infrastruktur gibt es dagegen nur wenig Erfolg. Die reaktionären Kräfte, die Brasilien seit Mai 2016 regieren, stärken ausgrenzende und hierarchisch strukturierte Institutionen und Infrastrukturen: hoch subventionierte private Medienkonzerne, autofreundliche Verkehrskonzepte, Privatschulen und Privatkrankenkassen. Bei Einrichtungen wie öffentlichen Schulen oder Krankenhäusern wird hingegen gekürzt.
Staatliche Geldtransfers allein ermöglichen kein gutes Leben für alle. Vielmehr ändert sich nichts an Gesellschaftsstrukturen, in denen öffentliche Angebote nur in schlechter Qualität verfügbar sind und nur von Menschen in Anspruch genommen werden, die sich nichts anderes leisten können.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/zs68fee

Kollektivverträge in Europa
Nach dem Zweiten Weltkrieg galten starke Gewerkschaften und umfassende Kollektivvertragssysteme als Garanten für eine relativ egalitäre Einkommensverteilung und Vorbedingung für nachhaltiges und inklusives Wachstum. Zuletzt ist in der EU allerdings eine Sichtweise vorherrschend, die Löhne und Kollektivverträge vor allem als Problem für die Wettbewerbsfähigkeit ansieht. Im Rahmen der neuen europäischen Economic Governance haben neoliberale Ansichten an Einfluss gewonnen und zu politischen Empfehlungen geführt, die in einigen Ländern weitreichende Eingriffe in die nationalen Kollektivvertragssysteme begründet haben. Es kam in einigen europäischen Ländern zu einem beachtlichen Rückgang von Flächenkollektivverträgen und ihrer Bindungswirkung. Zu beobachten sind in Süd- und Osteuropa deutliche Rückgänge der Reallöhne und ein Anstieg der Lohnungleichheit.
Ein Ausweg aus der Krise in Europa kann aber nur gelingen, wenn die Ungleichheit verringert wird und die Realeinkommen der Mehrheit der Menschen steigen. Dazu braucht es ein alternatives Wohlstandsmodell mit nationaler Umsetzung und europaweiter Koordinierung. Ein Schritt in diese Richtung ist die Kampagne des Europäischen Gewerkschaftsbunds unter dem Motto „Europe needs a pay rise“, mit der nationale Gewerkschaftsstrategien zur Stärkung der Lohn- und Kollektivvertragspolitik europaweit koordiniert werden sollen.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/zwy25xd

Wien und die Gentrifizierung
Über Gentrifizierung in europäischen Großstädten kann man schon länger lesen, aber wie sieht die Situation in Wien aus? Gentrifizierung meint grob gesagt Prozesse, bei denen sich entweder durch Zuzug bestimmter Gesellschaftsgruppen oder Investitionen in bauliche Strukturen Miet- und Kaufpreissteigerungen ergeben, die letztlich eine Verdrängung von einkommensschwächeren Gruppen zur Folge haben.
In Wien federte ein starker sozialer Wohnbau und ein im internationalen Vergleich entspannter Wohnungsmarkt viele negative Entwicklungen ab. Kaum eine andere Stadt besitzt ähnlich große kommunale Wohnbaubestände: Nur etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in privaten Mietwohnungen und unterliegt damit allenfalls der Gentrifizierung. Dennoch muss auch in Zukunft der soziale Wohnbau gestärkt werden, um neoliberale Tendenzen einzubremsen. Weiters sollten Investoren einen Teil der sozialen Verantwortung tragen und beispielsweise verpflichtet werden, einen Teil von Neubauten oder Nachverdichtungen sozial verträglich zu vermieten.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/jm5tgwc

Wenn Ihnen ein Blogbeitrag gefällt, belohnen Sie uns und die Autorinnen und Autoren doch damit, dass Sie den Beitrag per Facebook, Twitter, E-Mail oder – ganz klassisch – per Mundpropaganda an interessierte Menschen weitergeben!

Wir freuen uns, wenn Sie uns abonnieren:
blog.arbeit-wirtschaft.at

Sie finden uns auch auf Facebook:
facebook.com/arbeit.wirtschaft

Artikel weiterempfehlen

Kommentar verfassen

Teilen |

(C) AK und ÖGB

Impressum